Noch mitten im Test

Kindersitze: ADAC warnt dringend vor zwei Modellen


01.10.2025 – 17:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Sicher sitzen: Der ADAC prüft regelmäßig Kindersitze auf Stabilität und Schutz bei Unfällen. Nun warnt er vor zwei Modellen – noch vor Ende seines Tests. (Quelle: IMAGO/Anastasiya Amraeva)

Noch mitten im Test warnt der ADAC vor zwei Kindersitzen. Der Verkehrsclub mahnt alle Eltern: keinesfalls benutzen.

Kindersitze sollen schützen, doch zwei aktuelle Modelle tun genau das Gegenteil. Im ADAC-Crashtest lösten sich die Sitze bei einem Frontalaufprall aus ihrer Halterung. Für kleine Kinder kann das lebensgefährlich sein.

Betroffen sind der Chipolino Olympus i-Size und der Reecle 360, der auch unter den Namen ZA10 i-Size oder 946i i-Size verkauft wird. Beide Sitze fielen im Test durch, wenn sie entgegen der Fahrtrichtung eingebaut waren.

Beim Frontalaufprall löste sich der Reecle 360 aus seiner Basisstation und wurde lediglich durch den quer verlaufenden Zusatzgurt gehalten. Noch schlimmer: Der Chipolino Olympus riss komplett aus der Halterung und flog ungebremst durch den Fahrgastraum. Ein Kind hätte schwerste Verletzungen erlitten. Nur beim Einbau in Fahrtrichtung verblieben die Sitze in ihrer Position.

Chipolino teilte dem ADAC mit, das Modell Olympus i-Size sei ausverkauft und werde nicht mehr angeboten. Im Handel könnten jedoch noch Restbestände liegen. Reecle hingegen hat bislang gar nicht reagiert.

Der Automobilklub warnt eindringlich vor dem Einsatz dieser Sitze, besonders für Kinder unter zwei Jahren. Eltern sollten ihren Händler kontaktieren und auf Kulanz hoffen.

Ein gesetzlicher Anspruch auf Rückgabe besteht nicht, da beide Modelle formal die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Denn die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen für Kindersitze sind deutlich geringer als die Maßstäbe des ADAC-Tests, der sich an den strengen Euro-NCAP-Crashversuchen orientiert.

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