5. Körpergewicht kontrollieren und Übergewicht vermeiden

Vor allem Bauchfett begünstigt Entzündungen im Körper, erhöht den Blutdruck und schadet dem Herz. Der Body-Mass-Index (BMI) oder das Verhältnis von Taillenumfang zur Körpergröße helfen, das persönliche Risiko zu bestimmen.

6. In Bewegung bleiben und Sport treiben

Körperliche Ausdaueraktivität senkt Blutfette, Blutzucker und Blutdruck, reduziert das Risiko für Arteriosklerose, stärkt die Herzkraft, unterstützt bei der Gewichtsabnahme und hilft beim Stressabbau. Optimal sind mindestens fünfmal die Woche 30 bis 60 Minuten Ausdaueraktivität (flottes Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen etc.) und eine insgesamt aktive Lebensweise.

Generell gilt: Jedes Mehr an Aktivität wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Am besten den Alltag so bewegt wie möglich gestalten.

Eine gesunde Ernährung lohnt sich: Unter anderem verringert sie Entzündungsvorgänge im Körper, verbessert die Funktion der zarten Gefäßinnenhaut (Endothelfunktion), optimiert die Wirkung des eigenen Insulins, senkt den Blutdruck und hilft, Übergewicht am Bauch zu vermeiden.

Herzspezialisten empfehlen die traditionelle Mittelmeerküche mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen), Oliven- und Rapsöl, weniger Fleisch, eher Fisch (Lachs, Hering, Makrele), Milchprodukten (idealerweise fermentiert wie Quark, Joghurt, Käse) sowie Kräutern und Gewürzen statt viel Salz.

Auf Alkohol sollte möglichst verzichtet oder der Konsum sollte auf 10 bis höchstens 20 Gramm pro Tag begrenzt werden (= rund 0,1 bis 0,2 Liter Wein oder 0,2 bis 0,4 Liter Bier). Auch zu viel Zucker schadet Herz und Gefäßen.

Ausreichender und entspannender Schlaf ist für eine gesunde Lebensführung ebenfalls sehr wichtig. Schlaf und Herzgesundheit hängen eng zusammen. Wer sich nach ausreichend Schlaf morgens trotzdem müde und gerädert fühlt, sollte prüfen lassen, ob eine Atemstörung im Schlaf besteht.

Ein Fehler vieler Menschen, die einen gesunden Lebensstil umsetzen möchten: Sie nehmen sich zu viel vor. Herzspezialist Schwaab rät daher, langsam zu beginnen: „Überlegen Sie, was Sie zuerst angehen möchten, und versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu ändern.“ Schon einzelne Maßnahmen wie der Rauchstopp oder mehr Bewegung könnten das Risiko für eine KHK um 50 Prozent senken.

Wichtig sei vor allem, Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte nicht nur zu kennen, sondern auch konsequent zu behandeln – mit Medikamenten und einem veränderten Lebensstil.

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