„Momente, in denen Worte kaum ausreichen“

Nach der Bluttat: Stade sammelt für die Familien der Opfer


02.07.2026 – 13:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Blumen für die sechs Todesopfer von Stade: Für die Angehörigen werden jetzt Spenden gesammelt. (Quelle: Jörn Hüneke/dpa-bilder)

Erst vor wenigen Tagen kamen in Stade sechs Menschen bei einem tödlichen Angriff ums Leben – jetzt möchte der Kita-Kreiselternrat in Stade mit Spenden helfen.

Am Montag erschütterten schreckliche Ereignisse das ganze Land: Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendhilfe und Jugendamt wurden in einer Jugendeinrichtung in Stade erschossen, ein 45-Jähriger wurde festgenommen. Derzeit gilt ein Sorgerechtsstreit als Motiv. Jetzt wurde ein Spendenaufruf gestartet, um Betroffene immerhin finanziell zu unterstützen.

„Es gibt Momente, in denen Worte kaum ausreichen“, steht in der Beschreibung des Aufrufs auf Gofundme. Sechs Menschen seien viel zu früh aus dem Leben gerissen worden. „Menschen, die ihren Beruf nicht gewählt haben, um reich zu werden oder Anerkennung zu erhalten. Sie haben sich jeden Tag für diejenigen eingesetzt, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen: für Kinder, Mütter und Familien in schwierigen Lebenssituationen“, heißt es weiter.

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Für die zurückbleibenden Familien, Partner, Eltern, Kinder, Freunde und Kollegen der Opfer habe sich das Leben von dem einen auf den anderen Tag für immer verändert.

„Zeichen der Menschlichkeit“

Der Kita-Kreiselterntat des Landkreises Stade wolle dabei nicht tatenlos zusehen: „Wir möchten ein Zeichen der Menschlichkeit, der Dankbarkeit und des Zusammenhalts setzen.“ Jeder Beitrag sei ein „Ausdruck des Mitgefühls“. „Er kann den Schmerz nicht nehmen. Aber er kann den Angehörigen zeigen, dass sie in ihrer schwersten Stunde nicht allein sind“, heißt es.

„Lasst uns gemeinsam den Menschen danken, die ihr Leben dem Schutz und der Unterstützung anderer gewidmet haben“, appellierte der Kita-Kreiselternrat abschließend. Mit Erfolg: In wenigen Tagen kamen fast 6.000 Euro zusammen (Stand: 2. Juli, 10.45 Uhr). Damit fehlt nicht mehr viel: Ziel des Spendenaufrufs sind Stand jetzt 9.000 Euro.

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