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Hunde-Malaria durch Zecken? Wichtiges zur Babesiose

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hunde-Malaria durch Zecken? Wichtiges zur Babesiose
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Kann tödlich enden

Hundemalaria durch Zecken? Das müssen Sie wissen


Aktualisiert am 22.06.2026 – 08:10 UhrLesedauer: 3 Min.

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Eine Zecke wird mit einer Pinzette von einem Hund entfernt: Die Spinnentierchen sind jetzt besonders aktiv und können Krankheitserreger übertragen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

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Die Gefahr lauert im Gras. Sie ist winzig, kann aber tödlich enden. Hundemalaria wird durch Zecken übertragen. Das müssen Halter jetzt wissen.

Der Sommer steht vor der Tür und Ausflüge mit unseren Vierbeinern machen richtig Spaß. Aber im tiefen Gras lauert auch eine Gefahr. Wer nach dem Spaziergang seinen Hund nicht gründlich nach Zecken absucht, riskiert eine Ansteckung mit Babesiose. Die Krankheit wird im Volksmund auch Hundemalaria genannt und kann tödlich verlaufen.

Wie kommt die Krankheit in den Hund?

Die Babesiose ist eine von Blutparasiten (Babesien beziehungsweise Piroplasmen) hervorgerufene Infektionskrankheit. Sowohl die Auwaldzecke als auch die Braune Hundezecke sind Zwischenwirte und können die Parasiten beim Blutsaugen auf Hunde übertragen. Beide Zeckenarten sind zwischen März und Mai besonders aktiv. Zuletzt wurden vermehrt Fälle von Babesiose in Berlin-Brandenburg registriert.

Was machen die Parasiten?

Die Babesien nisten sich in den roten Blutzellen des Wirtes ein und zerstören sie. Das führt bei den betroffenen Hunden dazu, dass kein Sauerstoff mehr im Blut transportiert werden kann. Die Folge sind akute Nierenleiden und Nieren- beziehungsweise Leberversagen bis zum Tod.

Manchmal scheint ein Hund die Krankheit überstanden zu haben. Aber in der Regel kann das Immunsystem nicht alle Parasiten ausschalten. Der Hund kann dann zu einem stillen Überträger werden. Heißt: Bei einem neuerlichen Befall kann die Zecke den Parasiten aufnehmen und in der Folge weiterverbreiten.

Wie zeigt sich die Babesiose bei meinem Hund?

Die ersten Anzeichen der Hundemalaria zeigen sich etwa eine Woche nach dem Zeckenstich. Hohes Fieber kann ein erstes Anzeichen sein, außerdem wollen die betroffenen Tiere oft nicht mehr fressen und wirken müde. Es wird auch von gelber Haut und gelben Schleimhäuten berichtet. Weiterhin wurden Lähmungen und epileptische Anfälle beobachtet, außerdem kann sich der Urin rot verfärben.

Bemerken Sie erste Anzeichen bei Ihrem Liebling, heißt es, sofort zum Tierarzt zu gehen. Unbehandelt endet eine akute Babesiose tödlich.

Was kann der Arzt gegen Babesiose tun?

Wenn der Tierarzt bei der Untersuchung den Verdacht auf Babesiose hegt, wird er eine Blutuntersuchung durchführen, um die Blutparasiten nachzuweisen. Die Behandlung der Babesiose beim Hund ist mittels eines Medikaments, das dem Tier gespritzt wird, möglich. Wichtig ist, dass sie möglichst zeitnah durchgeführt wird, um negative Folgen der Babesiose beim Hund zu verhindern.

Warum ist die Babesiose plötzlich eine Gefahr?

Vor einem Jahrzehnt war die Hundemalaria hierzulande noch gar kein Thema. Die zunehmend milden Winter bieten Zecken aber immer bessere Überlebensbedingungen, auch exotischen Arten, die eingeschleppt wurden. Ursprünglich waren nur Hunde an Babesiose erkrankt, die aus südeuropäischen Ländern importiert wurden oder sich dort aufgehalten haben. Mittlerweile breitet sich die Krankheit auch bei uns aus.

  • Lesen Sie hier: „Kann tödlich enden: Hundemalaria grassiert um Berlin„

Wie kann ich meinen Hund schützen?

Es gibt eine Impfung, die zumindest vor einigen Babesienarten schützt. Der Schutz ist nicht absolut, bietet aber zumindest etwas zusätzliche Sicherheit und mildert im Fall einer Infektion die Symptome.

Wirklich wichtig ist der Schutz vor Zecken. Nach dem Spaziergang müssen das Fell des Vierbeiners sorgfältig abgesucht und Zecken entfernt werden. Achtung: Wiesenzecken sind auch bei tiefen Temperaturen um 5 Grad noch aktiv und überleben Fröste.

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