So geht es weiter
Nach Razzia: Vogelpark Niendorf meldet Insolvenz an
16.06.2026 – 16:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach einer Razzia ist der Betreiber des Vogelparks Niendorf insolvent. Die Gemeinde Timmendorfer Strand sucht nun eine Lösung für den Weiterbetrieb.
Nach Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz ist der Betreiber des Vogelparks Niendorf insolvent. Die Zukunft des Parks ist damit offen. Die Gemeinde Timmendorfer Strand will einen neuen Betreiber finden und die Versorgung der Tiere vorerst selbst sicherstellen.
Auslöser war eine Durchsuchung des Landeskriminalamts. Die Ermittler führen ein Verfahren gegen drei Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, geschützte Tierarten ohne die erforderlichen Nachweise erworben, gehalten und verkauft zu haben.
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Nach Angaben des Kreises Ostholstein fehlen für rund 15 geschützte Vögel Herkunfts- und Haltungsnachweise. Eine Beschlagnahmung sei bislang nicht erfolgt, weil die Verantwortlichen versucht hätten, die Herkunft der Tiere nachträglich zu klären.
Park wohl seit Jahren ohne Genehmigung
Der Vogelpark ist seit Ende 2025 geschlossen. Der Kreis hatte die erforderliche Zoobetriebsgenehmigung nicht erteilt – unter anderem wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse und fehlender Nachweise.
Nach NDR-Informationen soll der Vogelpark bereits seit 2014 ohne gültige Zoobetriebsgenehmigung betrieben worden sein. Seit 2024 seien zudem Missstände festgestellt worden, die mehrere ordnungsrechtliche Verfahren nach sich gezogen hätten.
Die Gemeinde hat den bisherigen Betreiber inzwischen zur Räumung aufgefordert. Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke betonte, dies betreffe ausschließlich die Betreiber. Für Beschäftigte und Tiere habe die Aufforderung keine unmittelbaren Folgen.
