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So denken Deutsche über das Selbstscannen

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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So denken Deutsche über das Selbstscannen
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Umfrage zum Einkaufen

Kunden nutzen Kassen mit Personal lieber als SB-Kassen

Aktualisiert am 16.06.2026 – 10:19 UhrLesedauer: 2 Min.

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Klassische Kassen erfreuen sich trotz oft längerer Wartezeiten weiterhin großer Beliebtheit. (Symbolbild) (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

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Selbstbedienungskassen sind nicht jedermanns Sache. Einige Kunden gehen bevorzugt an klassische, bediente Kassen – andere nicht. Warum eigentlich?

Kunden haben in Supermärkten und bei Discountern häufig die Wahl: Trotz der zunehmenden Verbreitung von Selbstbedienungskassen zieht die deutliche Mehrheit klassische Kassen mit Personal vor. Laut einer nach eigenen Angaben repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar werden sie von 67 Prozent bevorzugt. 33 Prozent scannen ihre Waren lieber selbst. Kantar befragte dazu vom 4. bis 8. Juni online rund 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 16 und 64 Jahren.

42 Prozent der Befragten, die bediente Kassen bevorzugen, ist der Umgang mit Menschen lieber als mit einer Maschine. Für 40 Prozent ist Gewohnheit ein Grund. 39 Prozent zahlen lieber mit Bargeld, was an den meisten SB-Kassen nicht möglich ist. 28 Prozent sagen, dass sie beim Selbstscannen länger brauchen als das Personal. Seltener genannt werden Angst vor Bedienfehlern (21 Prozent) oder Überforderung (16 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

  • Das unternimmt der Handel: Rewe, Kaufland und Co. äußern sich Ladendiebstahl an SB-Kassen

SB-Kassen: Viele wollen Tempo selbst bestimmen

Ein Drittel zieht laut Umfrage hingegen SB-Kassen vor. 56 Prozent von dieser Gruppe begründen dies damit, ihr eigenes Tempo bestimmen zu können und weniger Zeitdruck zu haben. 51 Prozent nennen kürzere Warteschlangen und geringere Wartezeiten als Argument. 38 Prozent macht es mehr Spaß, selbst zu scannen. 33 Prozent ist es wichtig zu sehen, dass Preis und Anzahl der Produkte korrekt erfasst werden.

Viele Menschen seien mit SB-Kassen noch nicht vertraut genug, sagt Kantar-Marktforscherin Stefanie Exel. Dies gelte auch für jüngere Generationen. Eine breitere Nutzung werde sich „nicht automatisch einspielen“. Hilfspersonal an den Terminals könne Sicherheit geben, bis der Umgang vertrauter ist.

Menschen zwischen 16 und 44 Jahren stehen SB-Kassen laut Umfrage grundsätzlich offener gegenüber. Unter 55- bis 64-Jährigen ist die Vorliebe für klassische Kassen dagegen deutlich stärker ausgeprägt. 87 Prozent bevorzugen sie, nur 13 Prozent Selbstbedienungskassen. Bei noch Älteren dürfte der Anteil vermutlich noch höher sein, so Exel.

SelbstbedienungskasseVergrößern des Bildes
Die Zahl der Selbstbedienungskassen in deutschen Geschäften ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. (Symbolbild) (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)

Bis zu zwei Millionen Nutzer pro Tag

Die Einzelhändler in Deutschland setzen zunehmend auf die Kassen, an denen Kunden Produkte selbst scannen. Laut einer Schätzung des Handelsforschungsinstituts EHI verfügen derzeit etwa 12.500 Geschäfte über rund 50.000 SB-Kassen. Vor allem Lebensmittelhändler und Drogerien haben die Systeme stark ausgebaut. Einer der Hauptgründe ist die schwierige Personalsituation in der Branche.

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