Dazu kam es jedoch nicht mehr.
Am 6. Februar 1998 starb Falco, der mit bürgerlichem Namen Johann „Hans“ Hölzel hieß, im Alter von 40 Jahren bei einem Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik. Die für die weitere Karriereplanung vorgesehenen Fotos wurden daraufhin nicht mehr verwendet.
„Falco: Out of the Dark“
Stattdessen verschwanden die Negative und Aufnahmen über Jahre in den Archiven des Fotografen. Erst bei einer späteren Sichtung seines Bestands stieß Jansen nach eigenen Angaben wieder auf das Material. Anschließend begann er damit, die Serie neu zu ordnen und für eine Veröffentlichung vorzubereiten. Nun erscheint sie unter dem Titel „Falco: Out of the Dark“ erstmals als zusammenhängende Edition bei Apheum Frames.
Das Stuttgarter Unternehmen vertreibt digitale Bilderrahmen und ist auf Schwarz-Weiß-Fotografie spezialisiert. Geschäftsführer Christopher Colshorn zeigt sich begeistert von der Zusammenarbeit: „Als ich von der Existenz dieser Falco-Serie erfahren habe, wollte ich diese Arbeiten unbedingt in der bestmöglichen Form zugänglich machen.“
Die Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen keinen Bühnenauftritt und keine Konzertmomente. Stattdessen steht Falco selbst im Mittelpunkt. Für viele Fans dürfte die Veröffentlichung deshalb mehr sein als die Präsentation bislang unbekannter Fotos. Bilder aus den letzten Lebensmonaten des Musikers sind selten. Entsprechend liefern diese Aufnahmen auch neue Einblicke in die finale Phase seines Lebens.
Falco zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Popmusikern der vergangenen Jahrzehnte. Mit Titeln wie „Rock Me Amadeus“, „Jeanny“ und „Der Kommissar“ wurde er international bekannt. Bis heute bleibt „Rock Me Amadeus“ das einzige deutschsprachige Lied, das Platz eins der US-Billboard-Charts erreichte.
