Popikone wird 80
„Ich hasse es“: Cher spricht offen über das Älterwerden
20.05.2026 – 07:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit 80 Jahren denkt Cher nicht ans Aufhören. Gerade jetzt hat sie so viele Projekte wie seit Jahren nicht mehr.
An diesem Mittwoch wird Cher 80 Jahre alt. Als Legende sieht sie sich dabei nicht, sondern als „arbeitende und starke Frau“ – und das mit Nachdruck: Memoiren, ein Biopic, eine Eismarke, ein Ehren-Grammy und die Aufnahme in die Hall of Fame hat Cher zuletzt auf ihre Liste gesetzt.
Dabei bereitet ihr das Älterwerden allerdings keine Freude. „Ich hasse es. Es hat mich auch nicht klüger gemacht“, sagte die Sängerin dem britischen „Guardian“. Und dann fügte sie hinzu: „Ich scheine das längste Leben von allen Menschen jemals zu haben.“
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Aufhören kommt für Cher nicht infrage. Die Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand habe sie einmal gefragt, warum sie noch immer arbeite. Chers Antwort: „Weil ich es eines Tages nicht mehr können werde. Solange ich noch arbeiten kann, werde ich es tun. Was anderes kann ich nicht. Was soll ich denn machen? Ich liebe, was ich tue.“

Dass sie einmal so alt werden und dabei noch arbeiten würde, habe sie sich nie vorstellen können, sagt Cher. Äußerlich scheint das Altern ihr wenig anzuhaben: Schönheitsoperationen, Botox und Sport gehören nach eigenen Angaben dazu. „Es gibt 20 Jahre alte Mädels, die nicht das können, was ich kann“, sagte sie.
Vom Hippiemädchen zur Pop-Ikone
Cher wurde als Cherilyn Sarkasian La Pier in ärmlichen Verhältnissen im kalifornischen El Centro geboren, als Tochter einer Cherokee-Indianerin und eines armenischen Truckers. In der Schule hatte sie Schwierigkeiten. Ihre Mutter habe das jedoch nicht als Problem gesehen, erinnert sich Cher: „Wenn du groß bist, wirst du jemanden haben, der sich für dich um Zahlen kümmert.“
1964 lernte Cher den Sänger Salvatore „Sonny“ Bono kennen, noch im selben Jahr heirateten die beiden. Mit „I Got You, Babe“ gelang Sonny & Cher kurz darauf ein Welthit. Den ersten Eindruck des Songs beschreibt Cher so: „Es klang schrecklich. Als ich ihn dann gesungen habe, klang es nicht viel besser. Aber Sonny war das egal. Er wusste, was er da hatte.“
