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Hunde lernen Spielzeugnamen durch Zuhören – wie Kleinkinder

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Hunde lernen Spielzeugnamen durch Zuhören – wie Kleinkinder
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Außergewöhnliche Fähigkeit

Hunde können die Namen von Spielzeugen erkennen

Aktualisiert am 09.01.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Border Collie Bryn aus Großbritannien: Der elf Jahre alte Rüde kennt die Namen von etwa 100 Spielzeugen. (Quelle: Helen Morgen/EurekAlert/dpa/dpa-bilder)

Hunde sind gelehrig – das ist bekannt. Doch manche können aus Gesprächen von Menschen mehr lernen als bisher vermutet.

Besonders begabte Hunde können Namen für Spielzeuge schon allein dadurch aufnehmen und sich merken, dass sie einem Gespräch zwischen zwei Menschen lauschen. Diese Fähigkeit entspreche der von etwa 18 Monate alten Kleinkindern, schreibt ein ungarisches Forschungsteam in der Fachzeitschrift „Science“.

Üblicherweise lernen Hunde demnach Namen von Gegenständen, indem ein Mensch sie vor den Tieren mehrmals erwähnt. Experimente der Gruppe um Shany Dror von der Eötvös Loránd Universität (ELTE) in Budapest zeigen nun, dass manche Hunde die Begriffe auch dann lernen, wenn das Wort nicht an sie gerichtet ist. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die sozial-kognitiven Prozesse, die das Erlernen von Wörtern aus mitgehörter Sprache ermöglichen, nicht ausschließlich dem Menschen vorbehalten sind“, wird Dror in einer Mitteilung ihrer Universität zitiert.

Den Forschern zufolge erfordert diese Leistung eine ganze Reihe sozialer Fähigkeiten – etwa das Verfolgen des Blicks und der Aufmerksamkeit von anderen, das Einnehmen ihrer Perspektive, das Beobachten von Gesprächen, das Verstehen von Absichten und das Heraushören von Zielwörtern. Die Versuche zeigen aber auch, dass nur manche Hunde diese Fähigkeiten besitzen – das Team spricht von „begabten Wortlernern“.

In einem der Experimente nahmen zehn besonders begabte Hunde, die sehr viele Spielzeugnamen kannten, und ihre Besitzer teil: Im ersten Durchgang zeigte der Besitzer seinem Hund etwa eine Minute lang ein Spielzeug und nannte mehrmals dessen Bezeichnung, etwa: „Dies ist ein Delfin.“ Dann spielte er rund drei Minuten mit dem Hund unter Verwendung des Spielzeugs, ohne es beim Namen zu nennen. Danach konnte der Hund bis zu 20 Minuten allein mit dem Objekt spielen. Dies wurde an mehreren Tagen und mit einem zweiten Spielzeug wiederholt.

Im zweiten Durchgang hörte ein Hund den Namen zweier neuer Spielzeuge ebenfalls an verschiedenen Tagen, aber nur im Gespräch zwischen zwei Hundebesitzern.

Nach zwölf Tagen testeten die Forscher dann, ob die Hunde die Bezeichnung gelernt hatten. Dabei forderten die Besitzer ihre Tiere mehrmals auf, entweder eines von neun altbekannten Spielzeugen zu bringen oder eines der beiden neuen Spielzeuge. Danach analysierten die Forscher zunächst jeweils die erste Reaktion der zehn Hunde bei den zwei neuen Spielzeugen – daher gab es in jedem der Durchgänge 20 bewertete Aktionen.

Die Auswertung ergab, dass die zehn Hunde zu 80 Prozent das richtige neue Spielzeug brachten, wenn es mit Ansprache benannt worden war. War die Bezeichnung nur im zwischenmenschlichen Gespräch genannt worden, also ohne spezielle Ansprache des Hundes, brachten die Tiere sogar zu 100 Prozent das richtige Spielzeug.

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