Mit Bayern und anderen Topklubs
Bruch mit dem DFB? Frauen-Bundesliga will neuen Verband gründen
04.12.2025 – 15:06 UhrLesedauer: 2 Min.
14 Vereine spielen aktuell in der Bundesliga der Frauen. Nun sind die Klubs mit einem überraschenden Plan an die Öffentlichkeit gegangen.
Die Vereine der Frauen-Bundesliga wollen einen eigenen Ligaverband gründen – und das zunächst ohne den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung mehrerer Klubs hervor. Damit steht ein möglicher Bruch mit dem Dachverband im Raum.
„Ob der angestoßene Prozess, an dem zuletzt auch der Deutsche Fußball-Bund mitgewirkt hat, auch zukünftig gemeinsam mit diesem fortgesetzt wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen. Die Gründung des Verbands erfolgt – anders als ursprünglich vorgesehen und von den Klubs angestrebt – zunächst ohne Beteiligung des DFB“, heißt es in der Erklärung. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet.
Geplant sei nun, dass der Prozess der vergangenen Monate in der „Geschäftsplan Frauen-Bundesliga Projekt GbR“ und in der Gründung des Frauen-Bundesliga FBL e.V. mündet. Ziel der Vereine ist es, sich dort gemeinschaftlich zu organisieren, um „eine moderne, professionelle und nachhaltige Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu gewährleisten und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des professionellen Frauenfußballs zu stärken“.
Eigentlich war die Gründung für den 10. Dezember am DFB-Campus in Frankfurt vorgesehen. Nach aktuellem Stand soll sie nun am selben Tag in der Frankfurter WM-Arena stattfinden – ohne den DFB.
Nach Informationen der „Bild“ soll es Unstimmigkeiten in den Verhandlungen gegeben haben. Unter anderem sollen führende Klub-Vertreter wie Bayerns Jan-Christian Dreesen oder Frankfurts Axel Hellmann von den DFB-Verhandlungsführern getäuscht gefühlt haben sollen. Demnach habe der Verband „nicht akzeptable Forderungen“ gestellt, obwohl die Verträge aus Klub-Sicht bereits final ausgehandelt waren.
Hellmann erklärte laut Mitteilung: Man sei enttäuscht, dass sich bereits getroffene Verabredungen „aus unserer Sicht nicht in den Vertragsmaterialien wiederfinden. Aus diesem Grund erfolgt der Gründungsakt nun ohne Mitwirkung des DFB.“
