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You are at:Home»Gesundheit»Frauenhirne schrumpfen langsamer im Alter – trotzdem häufiger Alzheimer
Gesundheit

Frauenhirne schrumpfen langsamer im Alter – trotzdem häufiger Alzheimer

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Oktober 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Frauenhirne schrumpfen langsamer im Alter – trotzdem häufiger Alzheimer
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Neue Studie aus Norwegen

Frauenhirne schrumpfen langsamer, erkranken aber öfter an Alzheimer


19.10.2025 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Neue Forschung zeigt: Frauen erhalten ihr Hirnvolumen im Alter länger. (Quelle: shapecharge/getty-images-bilder)

Das menschliche Gehirn verändert sich mit dem Alter, bei Männern sogar stärker als bei Frauen. Trotzdem bekommen doppelt so viele Frauen eine Alzheimer-Demenz. Woran liegt das?

Alzheimer ist eine der häufigsten Erkrankungen im Alter. Frauen sind besonders betroffen: Etwa doppelt so viele von ihnen leiden daran wie Männer. Eine neue Studie der Universität Oslo zeigt nun überraschende Daten: Demnach schrumpfen die Gehirne von Männern im Alter stärker als die von Frauen. Trotzdem bleiben sie seltener von Alzheimer betroffen.

Für die Untersuchung wertete ein Forschungsteam über 12.000 MRT-Aufnahmen aus. 4.726 Teilnehmer im Alter zwischen 17 und 95 Jahren wurden über mehrere Jahre hinweg gescannt – durchschnittlich zweimal in einem Abstand von 3,3 Jahren. Alle galten als kognitiv gesund, also ohne Anzeichen von Demenz.

Die Auswertung zeigte: Männer verloren in vielen Hirnregionen deutlich mehr Volumen als Frauen. Besonders stark betroffen war die Hirnrinde, vor allem im Sehzentrum, in der Region für räumliche Orientierung und im Bereich, der Berührungen verarbeitet. Bei Frauen zeigte sich dagegen ein gleichmäßigerer und insgesamt schwächerer Rückgang.

Die Zahlen werfen Fragen auf: Wenn Männer mehr Hirnsubstanz verlieren, warum trifft Alzheimer dann häufiger Frauen? Lange galt die Erklärung, dass Frauen schlicht älter werden. Alzheimer ist schließlich eine altersassoziierte Erkrankung. Doch neue Erkenntnisse widerlegen diese Annahme: Selbst unter Berücksichtigung der Lebenserwartung haben Frauen ein höheres Risiko, zu erkranken.

Die Studie untersuchte keine Alzheimer-Patienten. Doch genau das macht sie so bedeutsam, betonen Fachleute. Denn sie hilft, natürliche Alterungsprozesse im Gehirn besser zu verstehen und von krankhaften Entwicklungen zu unterscheiden. So zeigt sich: Der altersbedingte Volumenverlust unterscheidet sich klar von den Mustern, die bei Alzheimer auftreten, etwa im Hippocampus, dem Zentrum für Gedächtnis und Orientierung.

Eine Einschränkung der Studie betrifft die Zusammensetzung der Teilnehmer: Besonders bei den älteren Männern lag ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau vor. Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen. Denn Bildung gilt als möglicher Schutzfaktor gegen Demenz – man spricht auch von kognitiver Reserve. Sie kann helfen, erste Ausfälle im Alltag besser zu kompensieren.

Die Studienergebnisse machen deutlich: Es braucht mehr Forschung, um geschlechtsspezifische Unterschiede bei Alzheimer zu verstehen. Strukturelle Unterschiede im Gehirn allein reichen nicht aus, um die Häufigkeit der Erkrankung bei Frauen zu erklären. Wichtig wird es sein, auch hormonelle, genetische und psychosoziale Faktoren stärker in den Blick zu nehmen.

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