Spektakulärer Deal in München: Die „Fünf Höfe“ wechseln für fast 800 Millionen Euro den Besitzer. Wer hinter dem Kauf steht.
In der Münchner Innenstadt will die Fondsgesellschaft Union Investment das Einkaufszentrums „Fünf Höfe“ für rund 800 Millionen Euro verkaufen. Das berichten die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Immobilienzeitung“.
Käuferin ist demnach eine Gesellschaft der Athos-Gruppe, die von einer der reichsten Familien Deutschlands, den Brüdern Thomas und Andreas Strüngmann sowie deren Angehörigen, zur Vermögensverwaltung genutzt wird.
Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte ein Sprecher der Familie Strüngmann, dass nun eine schriftliche Vereinbarung zwischen Union Investement und Athos bestehen würde. Der Abschluss des Kaufes sei demnach aber erst für das Ende des Jahres geplant.
„Fünf Höfe“ wechseln den Besitzern – welche Folgen?
Die „Fünf Höfe“, entstanden zwischen 1998 und 2003 nach Entwürfen des Architekturbüros Herzog & de Meuron, haben sich zu einem Publikumsmagneten in München entwickelt. Ursprünglich ein Haus der Hypo-Vereinsbank, beheimaten die „Fünf Höfe“ heute rund 60 Geschäfte, mehrere Restaurants und die Hypo-Kunsthalle. In den oberen Etagen kommt man zu Büros und Arztpraxen.
Der Verkauf an Athos bedeutet den Berichten zufolge allerdings nicht, dass große Veränderungen in den „Fünf Höfen“ geplant sind. Vielmehr sollen die gut laufenden Geschäfte der „Fünf Höfe“ einfach weiter laufen. Die Strüngmann-Zwillinge, Gründer des Pharmakonzerns Hexal und Großaktionäre bei Biontech, sind seit Jahren auch als Immobilieninvestoren aktiv. Ihr Vermögen wird laut „Forbes“ auf rund zehn Milliarden Euro geschätzt.
