Bergführer muss machtlos zuschauen

27-Jähriger rutscht am Watzmann aus und stirbt


10.09.2025 – 14:00 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Watzmann (Archivbild): Hier stürzte der junge Mann in den Tod. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Mara Brandl/imago)

Ein junger Mann will mit einem Bergführer den Watzmann überqueren. Kurz nach dem Gipfel rutscht er auf einem einfachen Teil der Route aus.

Bei einem Unglück in den Berchtesgadener Alpen ist ein 27 Jahre alter Mann in den Tod gestürzt. Der Bergführer, mit dem er unterwegs war, konnte ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge nur hilflos zuschauen.

Wie die Beamten mitteilten, ereignete sich das Unglück am Dienstag auf der Ostseite des Watzmanns, einem der höchsten Berge Deutschlands. Der junge Mann war demnach Teil einer Vierergruppe, die samt Bergführer am Morgen zur Watzmannüberschreitung aufgebrochen war. Die Gruppe habe die Watzmann-Mittelspitze auf 2.713 Metern Höhe zügig erreicht, teilte die Polizei weiter mit. Dies ist der höchste Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen.

Kurz darauf rutschte der 27-Jährige aus Niederösterreich auf einem einfachen Teil der Route, in dem kein Drahtseil zur Sicherung angebracht ist, aus. Gegen 8.30 Uhr stürzte er in eine Rinne auf der Ostseite des Watzmannmassivs. Er fiel 80 Meter in die Tiefe und starb.

Ein Rettungshubschrauber brachte einen Retter der Bergwacht und einen Notarzt zum Unglücksort. Der Arzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.

Anschließend wurden die Begleiter des Toten vom Watzmanngrat ins Tal geflogen und vom Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut. Die Polizeibergführer der Grenzpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen könne dem Bergführer kein Vorwurf gemacht werden, hieß es.

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