Es steht nur noch der Sockel
Windrad stürzt bei Sturm um
Aktualisiert am 24.10.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Windräder sollen eigentlich bei Wind Strom erzeugen und bei starkem Wind in die Fahnenstellung gehen. Doch ein Windrad in NRW hat dem Sturm „Luise“ offenbar nicht standgehalten.
Der erste Herbststurm in Deutschland hat zahlreiche Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und ganze Bahnhöfe lahmgelegt. Nicht weit von der niederländischen Grenze ist in der Nacht von Freitag auf Samstag zudem ein Windrad umgefallen. Wie der WDR berichtet, stürzte der Mast zu Boden. Von dem 70 Meter hohen Windrad im zur Stadt Weeze gehörenden Ortsteil Wemb stand am Morgen nur noch der Sockel.
Der Mast und die Rotorblätter wurden bei dem Vorfall offenbar vollständig zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden.
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Windrad stürzt auf dem Höhepunkt des Sturms um
Die Feuerwehr Kleve rückte am frühen Samstagmorgen zur Unfallstelle aus. Laut Ordnungsamt der Gemeinde Weeze muss das Windrad zwischen drei und vier Uhr umgeknickt sein, zitiert ihn der WDR – also auf dem Höhepunkt des Sturms in dieser Region.
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Warum das Windrad genau umknickte, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Sturm gilt als wahrscheinlichste Ursache. Die Anlage war rund 20 Jahre alt und wurde von einer Einzelperson betrieben – sie gehört damit zur ersten Generation von Windrädern in Weeze, schreibt der WDR weiter.
Moderne Anlagen schalten sich bei starkem Wind automatisch ab und drehen sich in die sogenannte Fahnenstellung. Wird dabei eine kritische Windgeschwindigkeit registriert, drehen sich die Rotorblätter komplett aus dem Wind, um ihm keine Angriffsfläche zu bieten. Das Windrad kommt in diesem Fall zum Stehen. Ob das umgefallene Windrad über eine solche Funktion verfügte und ob sie in der Sturmnacht funktioniert hat, muss nun untersucht werden.
Wetterwarnungen auch am Samstag
Auch am Samstag bestehen in der Region amtliche Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten um 55 Kilometer pro Stunde aus südwestlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Sturmböen um 65 Kilometer pro Stunde gerechnet werden.
