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You are at:Home»Panorama»25 Schafe und Ziegen bei Wolfs-„Massaker“ getötet
Panorama

25 Schafe und Ziegen bei Wolfs-„Massaker“ getötet

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Dezember 2023Keine Kommentare2 Mins Read
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25 Schafe und Ziegen bei Wolfs-„Massaker“ getötet
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In Thüringen sind offenbar zahlreiche Schafe und Ziegen Opfer einer Wolfsattacke geworden. Nun schaltet sich auch der Umweltminister ein.

In Thüringen sind offenbar bei einem nächtlichen Wolfsangriff zahlreiche Ziegen und Schafe getötet worden. Das berichtet der Thüringer Bauernverband in einer Pressemitteilung am Montag. Demnach wurden 25 Tiere Opfer des nächtlichen Blutbads im Landkreis Gotha, darunter offenbar auch trächtige Tiere. Elf weitere Ziegen und Schafe verendeten wenig später durch den verursachten Stress in der Herde. Auch mit Totgeburten sei in der Folge des Stresses, den ein solcher Angriff bei trächtigen Tieren verursacht, zu rechnen.

„Der immense wirtschaftliche Schaden eines solchen Angriffes ist nur eine Seite der Medaille“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des Thüringer Bauernverbandes. „Auch emotional ist der Anblick eines solchen Massakers für die Weidetierhalter eine enorme Belastung“, so Hucke. „Viele der Tiere sind bis zur Unkenntlichkeit zerrissen, die Eingeweide über die ganze Wiese verteilt. Einzelne Tiere verenden oft noch qualvoll vor den Augen ihrer Halter“, so die Vorsitzende.

Wie der Verband in seiner Pressemitteilung mitteilt, seien die Tiere trotz eines wolfsabweisenden Weidezauns sowie mehreren Herdenschutzhunden gerissen worden. „Das Ereignis zeigt erneut, dass auch umfangreichste Schutzmaßnahmen durch Wölfe überwunden werden können“, so der Verband. Hucke fordert, dass sogenannte „Problemwölfe“, die regelmäßig Weidetiere jagen, getötet werden müssten.

Umweltminister vermutet mangelnden Herdenschutz

Ob die Schafe und Ziegen bei dem aktuellen Angriff tatsächlich trotz korrekter Herdenschutzmaßnahmen getötet wurden, ist offenbar noch nicht bestätigt. Aus dem Thüringer Umweltministerium heißt es laut der „Bild“, der Fall müsse genau geprüft werden. Spuren deuteten demnach darauf hin, dass eine Rotte Wildschweine den Weidezaun zerstört habe. „Vermutlich war der optimale Herdenschutz nicht gegeben“, zitiert die Zeitung den Umweltstaatssekretär Burkhard Vogel.

Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Umweltminister der Länder darauf geeinigt, dass problematische Wölfe, die Schutzzäune überwunden und Nutztiere gerissen haben, künftig deutlich schneller als bisher getötet werden können. Besonders stark betroffene Bundesländer wollen mit einheitlichen Länderverordnungen den schnelleren Wolfsabschuss bereits zum Start der Weidesaison 2024 möglich machen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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