Großeinsatz im Ruhrgebiet
Tram-Unglück: Zahl der Verletzten steigt deutlich
Aktualisiert am 07.08.2026 – 09:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Großeinsatz in Gelsenkirchen: Zwei Straßenbahnen stoßen zusammen. Mehrere Menschen müssen ins Krankenhaus.
Bei einem schweren Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen sind am Donnerstag zahlreiche Menschen verletzt worden. Wie Radio Emscher Lippe berichtet, ging die Polizei zunächst von 25 bis 30 Verletzten aus. Wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte, gehen die Beamten aktuell von 42 Verletzten aus.
Drei Menschen, die zunächst in Lebensgefahr schwebten, befinden sich inzwischen in einem stabilen Zustand. Sie zählen zu den zwölf Schwerverletzten. Die Zahl der Verletzten könne sich noch verändern, erklärte der Polizeisprecher. Manche Betroffene bemerkten erst einige Zeit nach dem Schock, dass es ihnen nicht gut gehe.
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Laut der Sprecherin kam eine Fahrschul-Straßenbahn auf der Strecke zum Stehen oder sei sehr langsam gefahren, als von hinten eine normale, mit Fahrgästen besetzte Bahn auf die Fahrschulbahn aufgefahren sei.

Wichtige Straße in Gelsenkirchen komplett abgeriegelt
Zu dem Unglück kam es auf der Kurt-Schumacher-Straße, der Hauptverkehrsader der 270.000-Einwohner-Stadt. Straßenbahnen sind dort in der Regel in dichter Taktfolge unterwegs.
Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtete, mehrere Menschen würden von Notfallseelsorgern betreut. Rettungsdienste aus umliegenden Städten seien zusätzlich zur Unfallstelle geeilt.
Der Bahnverkehr auf der Linie 302, die den Gelsenkirchener Norden mit der Nachbarstadt Bochum verbindet, wurde unterbrochen, Ersatzbusse wurden eingesetzt. Laut dem Bahnbetreiber Bogestra soll die Sperrung noch mehrere Stunden andauern.
Laut Polizei musste die viel befahrene Straße komplett abgeriegelt werden. Täglich passieren die Nord-Süd-Achse mehrere Tausend Autofahrer. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, werde ermittelt, so die Sprecherin.
