Alpen-Abenteuer endet tödlich
Telefonat ist letztes Lebenszeichen – Vater verliert seinen Sohn
03.09.2026 – 16:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann telefoniert noch mit seinem Sohn, der gerade eine Tour durch die Alpen macht – dann bricht der Kontakt ab. Stunden später bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen.
Ein 24 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen ist bei einer Bergtour in den Berchtesgadener Alpen in den Tod gestürzt. Einsatzkräfte bargen seine Leiche in der Nacht auf Donnerstag, nachdem ihn sein Vater als vermisst gemeldet hatte.
Wie die Bergwacht Berchtesgaden mitteilte, war der junge Mann aus Dortmund am Mittwochvormittag allein zum Kehlsteinhaus am Hohen Göll aufgebrochen. Am Abend meldete er sich den Angaben zufolge noch bei seinem Vater und teilte ihm mit, dass er sich verspäten werde. Wenig später konnte der Vater seinen Sohn telefonisch nicht mehr erreichen und alarmierte die Bergwacht.
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Mehrere Trupps begannen sofort mit Suchmaßnahmen – unter anderem kamen Drohnen und Polizeihubschrauber zum Einsatz. Gegen 0.50 Uhr, so die Bergwacht, wurde der junge Mann schließlich leblos im Bereich des Steftensteiges gefunden. Von dort war er zuvor offenbar in die Tiefe gestürzt. Der Bergsteiger sei erfahren und gut ausgerüstet gewesen, hieß es.
Der Leichnam des 24-Jährigen wurde am Donnerstagmorgen geborgen, Seelsorger betreuten seinen Vater. Die weiteren Ermittlungen zum Hergang des Unglücks übernimmt nun die Alpine Einsatzgruppe der Grenzpolizei Piding.
Alpen: Bergwacht berichtet von zahlreichen Einsätzen
Darüber hinaus hatte die Bergwacht Berchtesgaden nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen zahlreiche Einsätze zu bewältigen. Am Donnerstagnachmittag war eine Frau am Obersee südlich von Schönau gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen, woraufhin ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam und die Verletzte in eine Klinik brachte.
Bereits am frühen Dienstagnachmittag hatte sich gegen 14 Uhr ein Wanderer nahe der Gotzenalm verstiegen. Ein Fußtrupp der Bergwacht entdeckte den Mann und brachte ihn unverletzt zur Alm zurück. Kurz zuvor hatte ein 68-Jähriger die Hilfe der Bergwacht benötigt. Der Mann hatte sich bei einer Wanderung am Söldenköpfl am Fuß verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden.
