Von&nbspKirsten Ripper&nbsp&&nbspEuronews, SPIEGEL

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Verteidigungsminister Boris Pistorius will anstelle der geplanten weltgrößten Fregatte kleinere Schiffe für die Bundesmarine. Der Spiegel berichtet – wobei bereits 2 Milliarden Euro in das Projekt geflossen sind.

Am Mittwoch eröffnete der Rüstungskonzern TKMS den Handel rund zehn Prozent höher, während der Branchenriese Rheinmetall einen deutlichen Verlust verzeichnete. Der Auslöser: Pistorius will nun den Bau von acht kleineren Fregatten statt der weltweit größten Fregatte, der F-126.

Der Spiegel berichtete am Dienstag, dass das Megaprojekt abgesagt worden sei. Während die Nachricht dem deutschen Unternehmen TKMS Auftrieb gibt, könnte sie sich für den Steuerzahler als kostspielig erweisen.

Das Projekt wurde erstmals von Ursula von der Leyen (CDU) während ihrer Amtszeit als Verteidigungsministerin ins Leben gerufen. 2020 bestellte ihr Nachfolger Boris Pistorius (SPD) die Superfregatte F-126 bei der niederländischen Damenwerft. Nach Verzögerungen und anderen Problemen wurde der deutsche Schiffbauer Lürssen Naval Vessels – inzwischen von Rheinmetall übernommen – im Jahr 2025 mit der Leitung des Projekts beauftragt.

Etwa 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro wurden bereits in das Fregattenprojekt investiert

Nach Schätzungen von Bundestagsabgeordneten seien bereits rund 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro in das Fregattenprojekt investiert worden Die Welt.

Anstelle der F-126, deren Auslieferung zuletzt für 2029 geplant war, sollen nun acht kleinere Fregatten der MEKO A-200-Klasse bei TKMS bestellt werden. Jedes Schiff wird rund 1,6 Milliarden Euro kosten, Die Welt berichtet, obwohl der Stückpreis für die zweite Tranche voraussichtlich niedriger ausfallen wird.

Mit rund 120 Metern Länge und 4.200 Tonnen Verdrängung sind die nun betrachteten Kriegsschiffe deutlich kleiner als die F-126, die 166 Meter lang und 10.500 Tonnen Verdrängung messen sollte. Auch der Gesamtauftrag ist gewachsen: Ursprünglich sollten sechs Kriegsschiffe beschafft werden; jetzt scheinen acht wahrscheinlich.

Berichten zufolge haben die Spitzen der Marine die Entscheidung des Verteidigungsministers unterstützt, die Fregattenpläne zu überarbeiten.

Wird die Bundeswehr in der Straße von Hormus eingesetzt?

Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich haben darüber diskutiert, ob und wie sie sich an Minenräumaktionen in der Straße von Hormus beteiligen könnten, um nach dem Iran-Krieg den freien Verkehr der lebenswichtigen globalen Schifffahrtsroute wieder zu ermöglichen.

Die wachsende strategische Bedeutung der deutschen Marine wird durch den jüngsten Einsatz der Fregatte unterstrichen Fulda und Hilfsschiff Mosel in den Nahen Osten, mit rund 140 Bundeswehrangehörigen an Bord. Die vor der iranischen Küste operierenden deutschen Schiffe würden unter anderem vom französischen Flugzeugträger unterstützt Charles de Gaulle.

Laut einer ZDF-Politbarometer-Umfrage befürworteten 57 Prozent der Befragten einen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus im Falle eines dauerhaften Waffenstillstands, 38 Prozent waren dagegen.

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