Quasisatellit „2025 PN7“

Die Erde hat einen „zweiten Mond“ – vorübergehend


19.09.2025 – 13:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Sieben Asteroiden sind bekannt, die als Quasimonde der Erde gelten. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO / Depositphotos)

Ein Asteroid begleitet die Erde jahrzehntelang bei ihrer Sonnenumrundung. Damit wird der kleine Himmelskörper zum Quasimond. Was bedeutet das?

Ein neu entdeckter Asteroid mit der Bezeichnung „2025 PN7“ bewegt sich auf einem besonderen Kurs: Er begleitet die Erde mit einer annähernd gleichen Geschwindigkeit auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Dieses Verhalten macht ihn zu einem sogenannten Quasisatelliten oder Quasimond der Erde.

„2025 PN7“ wurde von einer Forschergruppe der Universität Complutense Madrid in Spanien entdeckt. Laut Berechnungen der Wissenschaftler begleitet der im Durchmesser etwa 10 bis 15 Meter große Asteroid die Erde bereits seit rund 60 Jahren.

Der durchschnittliche Abstand von „2025 PN7“ zur Erde beträgt etwa 4,5 Millionen Kilometer, was mehr als dem Zehnfachen der Entfernung zwischen Mond und Erde entspricht. Die Forscher gehen davon aus, dass der Asteroid die Erde noch weitere etwa 60 Jahre lang begleiten wird, bevor er seine Umlaufbahn um die Sonne verlassen wird.

Mit seinen rund 120 Jahren, in denen „2025 PN7“ die Erde begleitet, ist er nicht der beständigste Quasimond der Erde. Der bisher stabilste bekannte Quasisatellit „2016 HO3“, besser bekannt als Kamo‘oalewa, folgt der Erde nämlich bereits seit fast 400 Jahren. Der Asteroid benötigt für die Umrundung der Sonne 366 Tage, und der Himmelskörper ist etwa hundertmal weiter von der Erde entfernt als der Mond. Entdeckt wurde er im April 2016 mit einem Teleskop-System auf Hawaii.

Sowohl „2025 PN7“ als auch Kamo‘oalewa gehören zur Gruppe der sogenannten Arjuna-Asteroiden. Das sind kleine Himmelskörper mit erdnahen und erdähnlichen Umlaufbahnen um die Sonne. Mehr als 100 dieser Objekte sind bekannt, aber nur sechs davon galten bislang als Quasisatelliten der Erde. Mit „2025 PN7“ hat sich die Anzahl dieser besonderen Erdbegleiter auf sieben erhöht.

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