Nach dem Sturz der Berliner Mauer wurde die Wiedervereinigung Deutschlands erst ermöglicht, nachdem die Sowjetunion, die USA, Frankreich und Großbritannien eine Vereinbarung getroffen hatten. In den zwei plus vier Diskussionen verhandelten die Außenminister der vier siegreichen Mächte und ihrer beiden deutschen Kollegen die Frage, wie die beiden deutschen Staaten zusammengebracht werden sollten.
Bei einem Treffen im Kaukasus im Juli 1990 erhielt die Bundeskanzlerin Helmut Kohl die deutsche Wiedervereinigung des sowjetischen Staatsoberhauptes, Michail Gorbatchev, Vereinbarung. Zuvor hatten die USA und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, der Vorläufer der Europäischen Union, die Wiedervereinigung bereits begrüßt.
Die Außenminister unterzeichneten schließlich den zwei plus vier Vertrag am 12. September 1990 in Moskau. Es regulierte sowohl die Grenzen als auch den zukünftigen Status Deutschlands. Zwei Wochen später machten die siegreichen Befugnisse eine offizielle Erklärung, die auf ihre Rechte und Verantwortlichkeiten für das noch besetzte Deutschland verzichtete. Die Bundesregierung und die GDR -Regierung, die im März 1990 frei gewählt worden war, hatte bereits am 31. August 1990 den Vereinigungsvertrag zwischen den beiden Bundesstaaten unterzeichnet, in der der inländische politische Rahmen festgelegt wurde. Die DDR war jedoch nicht in der Lage, der Bundesrepublik offiziell beizutreten, bevor der zwei Plus vier Vertrag die ausländischen politischen Aspekte geklärt hatte.
Der zwei plus vier Vertrag wurde dann schnell von United Deutschland und den drei westlichen Mächten ratifiziert. Im Gegensatz dazu nahm Moskau seine Zeit. Nach einer langwierigen und umstrittenen Debatte im Obersten Sowjet ratifizierte er den Vertrag am 4. März 1991 auch. Der Vertrag kam am 15. März 1991 an die Macht, als die Instrumente der Ratifizierung an den deutschen Außenminister Hans-Diagrich Genscher übergeben wurden.
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