Großaufgebot im Einsatz
Blutige Nacht in Neukölln: Junge Männer in die Beine geschossen
Aktualisiert am 03.05.2026 – 11:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei junge Männer werden in Berlin-Neukölln angeschossen, einer ist erst 17 Jahre alt. Die Polizei rückt mit einem Großaufgebot an.
In Berlin-Neukölln ist in der Nacht zwei jungen Männern in die Beine geschossen worden. Der Angriff geschah am Samstagabend gegen 21.45 Uhr in der Hermannstraße nahe dem U-Bahnhof Leinestraße. Einer von ihnen befand sich laut Polizei zunächst in einem „kritischen Zustand“. Sanitäter brachten die Verletzten – einen 25-Jährigen und einen 17-Jährigen – in Krankenhäuser.
Ein Großaufgebot von Polizisten sperrte den Bereich weiträumig ab. Einsatzkräfte sicherten Spuren und durchsuchten die Umgebung. Auf Bildern sind Beamte mit Maschinenpistolen zu sehen.
Der U-Bahnhof Leinestraße wurde zeitweise gesperrt. Züge fuhren durch die Station, hielten aber nicht. Die Polizei ermittelt, weitere Angaben zu Tätern oder Hintergründen machte sie zunächst nicht.
In den vergangenen Tagen kam es in Berlin mehrfach zu ähnlichen Vorfällen, unter anderem in Spandau, Neukölln und Reinickendorf.
Die Polizei sieht seit Längerem eine Zunahme solcher Fälle. Häufig gehe es um Erpressung, Revierkämpfe oder Konflikte im Bereich der organisierten Kriminalität.
Im Jahr 2025 registrierten die Behörden mehr als 1.100 Fälle von Schusswaffengebrauch. In über 500 Fällen wurde tatsächlich geschossen. Das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor.
Als Reaktion wurden im November 2025 spezielle Ermittlungsgruppen bei Polizei und Staatsanwaltschaft eingerichtet.
