Zittersieg bei US Open

Krimi in fünf Sätzen: Zverev verhindert Debakel

02.09.2026 – 09:29 UhrLesedauer: 3 Min.

Alexander Zverev: Sein Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel lebt weiter. (Quelle: IMAGO/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH)

Erstmals startet Alexander Zverev als Nummer eins der Setzliste in ein Grand-Slam-Turnier. Doch bei den US Open wird der Auftakt fast zur großen Schmach.

Topfavorit Alexander Zverev hat bei den US Open ein Debakel zum Auftakt verhindert und sich in einem Fünfsatzkrimi in die zweite Runde gerettet. Der French-Open-Sieger bezwang den italienischen Außenseiter Lorenzo Sonego mit 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:5, 6:4 weit nach Mitternacht.

Nach einem zwischenzeitlichen Leistungseinbruch des Hamburgers entwickelte sich eine packende Partie mit spektakulären Ballwechseln. Erst um 1.55 Uhr verwandelte Zverev den Matchball und durfte nach 4:52 Stunden befreit jubeln – dem Weltranglisten-89. Sonego fehlten zwischenzeitlich nur zwei Punkte zum Sieg. „Er hat fantastisch gespielt, ich bin einfach nur happy, dass ich durch bin. Das war eine unglaubliche Schlacht“, sagte Zverev nach der Partie.

  • „So kann es nicht weitergehen“: Becker sorgt sich um Superstar
  • „Gefällt mir nicht wirklich“: TV-Experte wettert über Woltemade-Wechsel nach Italien

In der Geschichte des Profitennis waren zuvor seit 1968 nur sechs topgesetzte Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier bereits in der ersten Runde gescheitert. Diese historische Schmach konnte sich Zverev ersparen, sein Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel lebt weiter.

Die Ausgangslage für den Triumph in New York ist dabei so gut wie selten zuvor. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner aus Italien fehlt wegen einer Knieblessur. Trotz eines starken ersten Auftritts gibt es bei der Rückkehr von Carlos Alcaraz nach einer mehr als viermonatigen Verletzungspause immer noch Fragezeichen hinter der Verfassung des Spaniers. Und Rekord-Grand-Slam-Turniersieger Novak Djoković ist bereits ausgeschieden.

So lief das Match

Zu Beginn zeichnete sich noch nicht ab, dass es eine lange Nacht für Zverev werden würde. Auf einen ordentlichen Start folgte nach einer guten halben Stunde ein Schreckmoment: Als er versuchte, einen Stopp von Sonego zu erreichen, geriet der 1,98 Meter Hüne ins Stolpern, fiel auf den Rücken, blieb dabei aber unverletzt. Sonego kletterte sofort über das Netz, um nach seinem Kontrahenten zu sehen und half Zverev wieder auf die Beine.

Wenig später gelang dem Weltranglistenzweiten durch einen leichten Vorhandfehler des Italieners das erste Break. Zverev blieb bei eigenem Aufschlag souverän, so dass er den Gewinn des ersten Satzes nach 54 Minuten perfekt machte.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version