Nach bundesweitem Stillstand
Zugverkehr schon wieder gestört
Aktualisiert am 24.06.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 2 Min.
In Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen kommt es erneut zu größeren Bahn-Problemen – aus unterschiedlichen Gründen.
Nach dem bundesweiten Ausfall des Zugverkehrs in der Nacht hat die Deutsche Bahn erste Details zur Ursache genannt: Demnach war der „planmäßige Tausch einer technischen Komponente“ beim digitalen Bahnfunksystem GSM-R Auslöser für die Probleme.
Am Mittwoch muss die Bahn nun neuen Ärger vermelden. In mehreren Bundesländern kommt es zu Störungen.
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Stellwerk bis mindestens Donnerstag kaputt
In Hessen bereitet ein defektes Stellwerk Probleme, die voraussichtlich mindestens bis Donnerstag anhalten. Zwischen Frankfurt am Main und Gießen sind zahlreiche Regionalbahnen sowie die S6 und der Fernverkehr betroffen, wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn (DB) mitteilen. Regionale Fahrgäste können in Busse umsteigen.
Im Video | Dieser Fehler führte zur bundesweiten Störung
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Betroffen sind laut RMV neben der S6, die RE 30, 98 und 99 sowie die RB 16, 34, 37, 40, 41, 47, 48 und 49. Sie entfallen ganz oder fahren nicht die volle Strecke. Zum Fernverkehr erklärte die Bahn, dass ICE-Züge zwischen Hannover und Karlsruhe ausfallen, die planmäßig über Marburg, Gießen, Frankfurt, Darmstadt, Weinheim und Heidelberg fahren. „Unser Personal vor Ort arbeitet mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung“, erklärte ein Bahn-Sprecher.
Gefahrgutausttritt und Bombenfund: Bahn-Chaos auch hier
In Niedersachsen kam es unterdessen am Mittwochmorgen zu einem Gefahrgutaustritt, die Strecke zwischen Hannover und Lehrte sei daher derzeit nur eingeschränkt befahrbar, hieß es. Die Bahn spricht von einer „massiven Beeinträchtigung“. Dem Unternehmen zufolge fallen alle IC-Züge von Norddeich Mole nach Leipzig und alle ICE-Züge von Berlin nach Aachen aus. Wann die Störung behoben sein wird, war am frühen Mittwochmittag noch unklar.
Auch in Nordrhein-Westfalen müssen Zugreisende erneut geduldig sein. Für die Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg in Münster muss der Bahnverkehr auf mehreren Strecken rund um den Fundort unterbrochen werden. Die Gleise von Münster nach Essen, Dortmund sowie Coesfeld werden zeitweise gesperrt, teilte die Stadt mit.
Nach Auskunft des Portals Zuginfo.nrw sind davon im Laufe des Mittwochs die Linien RE2, RE7, RE42, RB50 und RB89 betroffen. Der Bereich um den Hauptbahnhof Münster werde für die Dauer der Entschärfung gesperrt. Die Züge werden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten oder sollen möglichst umgeleitet werden.
