Forsa-Umfrage
Wohnungsmangel, Müll, Baustellen: Das ärgert die Berliner besonders
23.08.2026 – 06:31 UhrLesedauer: 3 Min.
Für die Wahlberechtigten in Berlin steht der Wohnungsmangel mit Abstand an der Spitze der Probleme in der Stadt. Im Alltag belastet die Menschen aber noch etwas anderes.
Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt ist aus Sicht der Berliner das mit Abstand größte Problem der Stadt. Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von t-online vor der Berlin-Wahl.
Auf die offen gestellte Frage nach den größten Problemen der Hauptstadt nannte knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten den Wohnungsmangel. Mit deutlichem Abstand folgt die Vermüllung und mangelnde Sauberkeit mit 36 Prozent. Kriminalität und innere Sicherheit führten 24 Prozent als dringlichstes Problem an. Mehrfachnennungen waren bei der Beantwortung der Frage möglich.
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Viele Baustellen und Verkehrschaos ärgern Berliner
Auch der Verkehr macht den Berlinern der Umfrage zufolge zu schaffen: Marode Infrastruktur und viele Baustellen gab fast ein Viertel (23 Prozent) als zentrale Herausforderung an, 19 Prozent nannten „Verkehrschaos“, 15 Prozent Probleme im öffentlichen Nahverkehr.

Einen aus ihrer Sicht zu hohen Ausländeranteil führten insgesamt 18 Prozent als drängendstes Problem an, 12 Prozent mangelnden Klima- und Umweltschutz.
Müll und Dreck belasten Berliner im Alltag besonders
Ein etwas anderes Bild ergibt sich, wenn es darum geht, was die Berliner im Alltag tatsächlich belastet. Auf die konkrete Frage „Wo merkt man Auswirkungen der Probleme im Alltag?“ gaben 22 Prozent Vermüllung und mangelnde Sauberkeit an. Die Auswirkungen der Wohnungsnot spüren 20 Prozent.
Der rechnerische Abstand zwischen beiden Themen beträgt lediglich zwei Prozentpunkte und liegt innerhalb der Fehlertoleranz der Umfrage. Dreck in der Stadt und Wohnungsmangel liegen bei der wahrgenommenen Alltagsbelastung somit nahezu gleichauf.
Probleme im öffentlichen Nahverkehr folgen mit 15 Prozent. Baufällige Infrastruktur und Baustellen nannten 13 Prozent der Befragten, das Verkehrschaos 12 Prozent. Kriminalität spüren nach eigenen Angaben neun Prozent konkret im Alltag.
Probleme werden sehr unterschiedlich bewertet
Bei der Bewertung der größten Probleme zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den politischen Lagern. So ist die Lage am Wohnungsmarkt für zwei Drittel (69 Prozent) der Anhänger der Linkspartei ein Hauptproblem, aber nur für etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) der CDU-Anhänger sowie nur für ein Viertel (24 Prozent) der AfD-Anhänger.