EM-Tickets sind rar und oft teuer. Wer keine hat, kann dennoch feiern. Wir nennen Ihnen die besten Partys an den zehn EM-Spielorten.

Die Fußball-EM 2024, DAS sportliche Großereignis dieses Jahres in Deutschland, weckt Erinnerungen an das „Sommermärchen“ während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Und die jüngsten Erfolge der deutschen Fußball-Nationalmannschaft schüren die Hoffnung, dass sich die Freudenfeste 18 Jahre später wiederholen mögen – ein Sommermärchen 2.0 also.

In den zehn Spielorten, in denen vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024 Nationen um den Titel spielen, soll sich das Fußballfieber nicht nur in den Stadien, sondern auch auf öffentlichen Plätzen, die zum Public Viewing und anderen Aktivitäten rund um das Fußballfest einladen, ausbreiten. Hier sind die besten Tipps von Süden nach Norden, von München, wo das Eröffnungsspiel stattfindet, bis Berlin, wo nach dem Finale im Olympiastadion der neue Europameister gekürt wird.

München: „München feiert Europa“

„München feiert Europa“ ist das Motto in der bayerischen Landeshauptstadt. Vier Wochen lang können Fans das Event im Olympiapark feiern: In der Fan-Zone werden alle Spiele auf einer Großleinwand am Olympiasee übertragen. Der Startschuss zum kollektiven Fußball-Fest fällt bereits am 12. Juni mit einem Pop-Konzert vor 90.000 Gästen auf der Theresienwiese, der Heimat des Oktoberfestes. Auf der Bühne mit dabei sind unter anderem Nelly Furtado, Ed Sheeran und Mark Forster.

Auf einen vierwöchigen Ausnahmezustand bereiten sich die Bars und Restaurants, Imbisse und Kioske entlang der Leopoldstraße vor: Leinwände und Bildschirme drinnen und draußen und Fassaden, die mit unterschiedlichsten Nationalfarben dekoriert sind, verwandeln die Prachtstraße in eine einzige Feiermeile.

Stuttgart: „Die ganze Stadt ein Stadion“

Ein Opening-Konzert mit Robin Schulz, Leony, Le Shuuk und Topic eröffnet in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart am 13. Juni das Euro-Festival. Die anschließenden vier Wochen stehen unter dem Motto „Die ganze Stadt ein Stadion“. Treffpunkt von Fans aus den unterschiedlichsten Nationen und Kulturen ist der Schlossplatz, wo zwischen der Kulisse aus historischen und futuristischen Gebäuden zum Public Viewing eingeladen ist – 30.000 Menschen finden dort Platz.

Wenn kein Spiel läuft, gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Und wer einmal für einen Weile Abwechslung vom Fußballtrubel sucht, hat dazu beispielsweise Gelegenheit in Sehenswürdigkeiten wie dem Kunstmuseum, dem Neuen und dem Alten Schloss, in der Staatsgalerie und im Stadt-Palais, die das Public-Viewing-Gelände umgeben.

Frankfurt: „Freiluft-Fußballfest am Mainufer“

In Frankfurt ist die 1,4 Kilometer lange Fan-Zone am nördlichen Mainufer mit Blick auf das gegenüberliegende Museumsufer der Schauplatz für ein vierwöchiges Freiluft-Fußballfest. Zwischen Friedensbrücke und Eisernem Steg können bis zu 30.000 Fußballfans auf zehn LED-Screens, die teilweise auf Güterwaggons montiert sind, mitfiebern – bei allen 51 EM-Spielen. Am spektakulärsten ist der schwimmende Big-Screen (144 Quadratmeter bzw. 720 Zoll groß), der auf Höhe der Friedensbrücke in Ufernähe verankert ist. Ein Highlight im Rahmenprogramm ist „Floating Pitch“ – ein auf dem Main schwimmendes Fußball-Kleinfeld, auf dem nach Herzenslust gekickt werden kann.

In Nordrhein-Westfalen liegen gleich vier Austragungsorte nah beieinander: die Rhein-Metropolen Köln und Düsseldorf sowie die Ruhrgebietsnachbarn Dortmund und Gelsenkirchen. In der Kölner Altstadt wird ein „Football Village“ aufgebaut, wo die Spiele übertragen werden, aber auch ein vielfältiges Kulturprogramm über die Bühne geht. Erster Anlaufpunkt für Public Viewing ist aber der Tanzbrunnen im Stadtteil Deutz.

Der „Public Viewing Hotspot“ in Düsseldorf ist das Rheinufer. Entlang der Kasematten reihen sich Bars und Restaurants, auf der Promenade wird flaniert und Boule gespielt, während eine Ebene tiefer die Leinwände flimmern. Eine weitere Fan-Zone ist der zwischen Rheinufer und Altstadt eingebettete Burgplatz.

Dortmund begleitet das Fußball-Fest mit den „Spielräumen“ im Deutschen Fußballmuseum – einem „einzigartigen Festival der Fußballkultur“ mit über 60 Veranstaltungen (11.4. – 14.7.2024) aus allen Kultursparten wie Theater, Musik, Film, Talk und Kunst. Tipp: Auf der „Fußballroute NRW“ lassen sich dank der kurzen Entfernungen und direkten Bahnverbindungen die vier „Host Cities“ bequem zum Städte-Hopping verbinden.

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