Reiseverkehr am Wochenende

Das Ende der Stausaison naht

02.09.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Dicht an dicht: Auch in der Schweiz könnte der Reiseverkehr stark sein. (Quelle: IMAGO/Anton Geisser/imago)

Die großen Sommerstaus sind vorbei, doch auf manchen Autobahnen bleibt die Staugefahr hoch. Welche Strecken besonders betroffen sind.

Nur in Bayern und Baden-Württemberg dauern die Sommerferien noch an. Der Auto Club Europa (ACE) hat daher gute Nachrichten: „Die großen Staus des Sommers liegen hinter uns“, notiert der Verkehrsclub in seiner Prognose für das kommende Wochenende (4. bis 9. September). Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Denn das Reiseverkehrsaufkommen ist weiter hoch – und damit die Staugefahr auf vielen Fernstraßen. „Die Rückreisewelle rollt“ laut ADAC, auch weil sich viele Autofahrer aus Baden-Württemberg und Bayern auf den Heimweg machen – das Ferienende zeigt sich auch dort zumindest schon am Horizont.

Zudem sind immer auch von solchen Terminen unabhängig Reisende sowie – gerade auch bei schönem Wetter – Kurzurlauber und Ausflügler auf den Straßen unterwegs. Das gilt speziell für Routen in Richtung der Alpen, der Mittelgebirge und zu den Küsten und Seen. Auch bremsen rund 1.000 Baustellen sowie geplante Vollsperrungen von Autobahnteilstücken an manchen Stellen den Verkehr aus.

Dann droht die größte Staugefahr

Die meisten Verzögerungen sind den Clubs zufolge am Freitag sowie am Samstagvor- und -nachmittag sowie ab Sonntagmittag zu erwarten. Aber auch für den Sonntagabend bis etwa 20 Uhr sagt der ACE noch immer eine mittlere Staugefahr voraus – je nach Strecke.

Wer kann, sollte weiterhin ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, so der ACE. Geeignete Wochentage für besonders flexible Reisende sind demnach Dienstag und Mittwoch. Allerdings sollte man auch dann die Berufsverkehrszeiten meiden.

Wer am Wochenende fahren muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt in Erwägung ziehen. Der Sonntag ist üblicherweise dem Samstag als Reisetag wegen der Lkw-Fahrverbote vorzuziehen. Da diese immer noch in manchen Bundesländern gelockert sind, ist einstweilen auch an Sonntagen mit schweren Lkw zu rechnen.

Die Staustrecken in Deutschland im Überblick

Beide Verkehrsclubs erwarten zwischen Freitag und Sonntag in den Großräumen Stuttgart und München, auf den Fernstraßen und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie auf folgenden deutschen Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

A 1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
A 3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau – Linz
A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe und Dresden – Görlitz
A 5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt
A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
A 9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig
A 10 Berliner Ring
A 12 Frankfurt/Oder – Berliner Ring
A 13 Berliner Ring – Dresden
A 24 Hamburg – Schwerin
A 27 Bremen – Bremerhaven
A 38 Halle – Göttingen
A 45 Gießen – Hagen – Dortmund
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93 Kiefersfelden – Rosenheim
A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
A 96 München – Lindau
A 99 Autobahnring München

Weniger los ist auch in Österreich und in der Schweiz

Auch in Österreich ist der Höhepunkt überschritten, auch hier gilt: „Die größten Staus des Sommers sind geschafft“, notiert der ACE. Aber völlige Ruhe kehrt noch nicht ein. Es gibt viel Heimreiseverkehr in Richtung Deutschland, im Osten Österreichs sowie rund um Wien. Aber auch neue Anreisende in die österreichischen Urlaubsgebiete füllen die Transitstrecken in südlicher Richtung.

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