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You are at:Home»Sport»WM-Gold: Angelina Köhlers Tiefpunkt wurde zu ihrer Karrierewende
Sport

WM-Gold: Angelina Köhlers Tiefpunkt wurde zu ihrer Karrierewende

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Februar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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WM-Gold: Angelina Köhlers Tiefpunkt wurde zu ihrer Karrierewende
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Angelina Köhler hat WM-Gold geholt. Erstmals seit 15 Jahren stand eine Deutsche ganz oben. Ihr Erfolg ist hart erarbeitet – ein Tiefschlag machte sie stärker.

Angelina Köhler schlug an, schaute zur Anzeigetafel, nahm die Hand vor den Mund und brach in Tränen aus. Sie konnte es kaum glauben. Die 23-Jährige holte als erste Schwimmerin nach Britta Steffen im Jahr 2009 WM-Gold für Deutschland. Sie triumphierte über die 100 Meter Schmetterling. Knapp ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen in Paris zeigte sie, dass sie zur Weltspitze gehört.

Dabei sah das vor drei Jahren noch ganz anders aus. Ihr sportlicher Tiefpunkt wurde jedoch zum Wendepunkt in ihrer Karriere.

„Das einschneidendste Erlebnis in meiner Karriere“

Rückblick: Im April 2021, wenige Monate vor Olympia in Tokio, findet der letzte Qualifikationswettbewerb für das sportliche Großereignis im Schwimmen statt. Angelina Köhler will ihr Ticket für Japan ziehen. Doch die Schwimmerin erkrankt an Covid-19. Sie kann nicht ins Becken und damit nicht nach Tokio. Der Traum platzt.

„Die Spiele in Tokio zu verpassen, war wahrscheinlich das einschneidendste Erlebnis in meiner bisherigen Karriere“, sagte Köhler rückblickend im „Swimsport Magazine“.

In einem Post auf Instagram schrieb sie kurz nach ihrem Olympia-Aus: „Es war ein sehr großer Rückschlag für mich, nicht an den Spielen in Tokio teilzunehmen. Ich brauchte deswegen erstmal ein bisschen Zeit für mich, um das zu verarbeiten. Aber genau diese Zeit hat mir gezeigt, dass es nicht schlimm ist, wenn man mal ein Ziel nicht erreicht.“

Die 1,80 Meter große Sportlerin kündigte damals an: „Ich werde nun stärker und besser in die neue Saison starten und noch härter kämpfen, damit mein großer Traum von den Olympischen Spielen 2024 in Erfüllung geht!“ Ein Plan, den Köhler Stück für Stück wahr gemacht hat.

Wechsel nach Berlin machte Köhler zur besseren Schwimmerin

Nach ihrer überstandenen Coronainfektion kürte sie sich 2021 zur deutschen Meisterin. Die damals für Hannover 96 startende Athletin sagte im Anschluss an ihr Rennen: „Das war schon seit Langem mein Ziel und bedeutet sehr, sehr viel für mich.“

Ihre Karriere nahm Fahrt auf. Auch, weil sich die junge Schwimmerin nach Veränderungen in ihrer Trainingsgruppe in Hannover 2022 gegen einen Wechsel in die USA ins Collegesystem und für einen Neustart in Berlin bei der SG Neukölln entschied. Sie erklärte der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Individualität, mit der das Training auf mich eingestellt wird, gibt es in den USA nicht. Das glaube ich einfach nicht.“

Die „tollpatschige“ Weltmeisterin

Gemeinsam mit ihrem Trainer Lasse Frank arbeitete Köhler an ihren Schwächen und wurde schneller und schneller. Im vergangenen Jahr reichte es bei der WM in Fukuoka noch nicht für das Podest. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften einige Monate später schwamm sie in deutscher Rekordzeit zu Silber über die 100 Meter Schmetterling. Über die 200 Meter wurde sie sogar Europameisterin.

Köhler sagte damals: „Ich hoffe, vielleicht irgendwann die 57 zu knacken, das wäre ein Traum.“ Diesen machte sie nun wahr. Im WM-Halbfinale über die 100 Meter Schmetterling schlug Köhler nach 56,11 Sekunden an. Im Finale nach 56,28 Sekunden.

Und Köhler machte jungen Athletinnen nach ihrem WM-Sieg Mut: „Das bedeutet so viel für mich, dass auch jemand wie ich, der manchmal ein bisschen tollpatschig ist und Sachen vergisst, auch Weltmeisterin sein kann.“

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