Digitaler Einbruchsmelder
Router soll Bewegungen in der Wohnung erkennen
21.08.2026 – 11:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Der WLAN-Router als Einbruchsmelder – ganz ohne Sensor oder Kamera. Ein Anbieter baut diese Funktion jetzt in Millionen Geräte seiner Kunden ein.
Der US-Anbieter Comcast hat Millionen WLAN-Router in den Wohnungen seiner Kunden zu Bewegungsmeldern gemacht. Die Funktion gehört zu einem Sicherheitspaket namens Xfinity Shield, das der Konzern nach eigenen Angaben landesweit anbietet.
Wifi Motion, so der Name der Erkennung, kommt ohne Kamera und ohne herkömmliche Bewegungssensoren aus. Der Router misst, wie sich die Funksignale zu den angeschlossenen Geräten verändern. Bewegt sich eine Person durch den Raum, stört sie diese Signale. Daraus schließt die Technik auf eine Bewegung und schickt eine Meldung an die App auf dem Handy des Nutzers.
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Laut Comcast nimmt die Funktion weder Bilder noch Videos auf, erkennt keine einzelnen Personen und verfolgt auch nicht, an welcher Stelle in der Wohnung sich etwas bewegt. Wie empfindlich das System reagiert, lässt sich zudem einstellen, damit etwa kleinere Haustiere keinen Alarm auslösen.
Kostenlos, aber freiwillig
Wer die Erkennung nutzen will, muss sie in der App selbst einschalten. Voraussetzung ist ein neueres Router-Modell des Anbieters, zusätzliche Kosten fallen nicht an. Bis zu drei angeschlossene Geräte lassen sich auswählen, zwischen denen der Router auf Bewegungen achtet, etwa im Eingangsbereich oder im Wohnzimmer. Diese Geräte sollten an einem festen Platz stehen und eingeschaltet bleiben.
Neu ist die Bewegungserkennung selbst nicht. Comcast hatte sie schon vor einigen Jahren einzelnen Kunden per E-Mail angeboten und wirbt erst jetzt breit dafür. Auch andere Firmen haben die Technik erprobt. Der Netzwerkausrüster Linksys bot ab 2021 einen ähnlichen Dienst an und stellte ihn nach einigen Jahren wieder ein. Von Router-Anbietern im deutschsprachigen Raum sind vergleichbare Funktionen bislang nicht bekannt.