Apropos Effizienz: Ihr Betrieb zeigt auch, wie sich Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen lassen. Was ist der Schlüssel zu Ihrem wirtschaftlichen Erfolg?
Unser Input-Output-Verhältnis ist gut. Wir haben eine Herde von rund 90 Kühen der seltenen lokalen Rasse Hinterwälder und füttern sie ausschließlich mit Gras und Grünfutter von unseren eigenen Ackerflächen. Wie ich bereits erwähnt habe, macht Kleegras unsere Böden fruchtbarer. Darüber hinaus können wir mit dem Kleegras unsere eigene Biogasanlage betreiben. Diese produziert organischen Dünger, den wir zum Beispiel für den Getreideanbau verwenden. Dank der hohen Bodenqualität und der hauseigenen organischen Düngung konnten wir den Getreideertrag in den letzten Jahren um bis zu 80 Prozent steigern.

Klimawandel ist auch in der Landwirtschaft ein besonderes Anliegen. Wie stellen Sie sich darauf ein?
In den letzten Jahren haben wir erfolgreich mit Kulturpflanzen experimentiert, die mit geringen Niederschlägen zurechtkommen, wie Buchweizen und Hirse. Hirse benötigt nur etwa ein Drittel der Wassermenge von Hafer. Hafer profitiert derzeit von den hohen Niederschlägen. Das bestätigt unsere Strategie, auf ökologische Vielfalt zu setzen. Und auch bei der Energieerzeugung sind wir klimasensibel: Unsere Biogasanlage versorgt über 4.000 Menschen in der Region mit Strom, unsere Abwärme wird zu 100 Prozent in das Wärmenetz der Stadt Löffingen eingespeist.

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