Sicherheitsupdate

Windows-Lücke: Angreifer können Rechner aus der Ferne übernehmen


11.06.2026 – 14:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Windows-Fehlermeldung: Nutzer sollten das Sicherheitsupdate unbedingt installieren. (Quelle: Depositphotos/imago)

Ein neues Windows-Update schließt mehr als 200 Sicherheitslücken, viele davon sind kritisch. Nutzer sollten dringend reagieren.

Microsoft hat eine kritische Lücke in Windows geschlossen, über die Angreifer aus der Ferne und ohne Zutun der Nutzer fremde Rechner übernehmen können. Ein Sicherheitsupdate steht bereit, das insgesamt mehr als 200 Schwachstellen behebt.

Die Schwachstelle steckt darin, wie der Windows-Kernel Daten aus dem Netzwerk verarbeitet. Der Kernel ist der zentrale Teil eines Betriebssystems und steuert den Zugriff auf den Rechner. Laut Microsoft genügt es, speziell gestaltete Datenpakete an ein System zu schicken, um die Lücke auszunutzen.

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Weil dafür weder ein Klick noch besondere Rechte auf dem Gerät nötig sind, eignet sich die Lücke vor allem für Schadprogramme, die sich selbst verbreiten: sogenannte Computerwürmer. Diese können von einem befallenen Rechner ohne weiteres Zutun auf andere überspringen. Betroffen sind Windows 11 sowie die Server-Versionen 2022 und 2025.

Updates für Windows 11 und 10

Von den behobenen Lücken stuft Microsoft 38 als kritisch ein. Sie betreffen neben Windows auch das Büropaket Office, den Browser Edge und Cloud-Dienste. Aktiv ausgenutzt wird nach derzeitigem Kenntnisstand nur eine Schwachstelle im Virenschutz Defender. Für einige weitere Lücken sind Details öffentlich bekannt, die einen Angriff erleichtern.

Wer sich schützen will, sollte die Updates zeitnah einspielen; sie laufen in der Regel automatisch über Windows Update. Für Windows 11 verteilt Microsoft je nach Version die Pakete KB5094126 oder KB5093998. Große neue Funktionen bringen sie nicht, im Vordergrund stehen Wartung und das Schließen von Lücken. Wer nicht auf die automatische Installation warten möchte, kann in den Einstellungen unter Windows Update selbst nach der Aktualisierung suchen.

Auch das ausgelaufene Windows 10 erhält weiter Updates, allerdings nur für Nutzer, die sich für das kostenpflichtige Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) angemeldet haben. Für diese Geräte verbessert Microsoft zugleich die Suche im Datei-Explorer, die nach dem Update schneller vonstattengehen soll.

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