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Wimbledonsiegerin verweigert Dopingtest – lange Sperre

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wimbledonsiegerin verweigert Dopingtest – lange Sperre
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„Ich hatte Angst“

Wimbledonsiegerin verweigert Dopingtest – lange Sperre

22.06.2026 – 22:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Lange Sperre droht: Marketa Vondrousova muss das Ende ihrer Karriere fürchten. (Archivbild) (Quelle: Andreas Gora/dpa)

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Die Wimbledonsiegerin von 2023, Marketa Vondrousova, ist für vier Jahre gesperrt worden. Sie verweigerte einen Dopingtest. Ihre Begründung überzeugte nicht.

Wegen eines verpassten Dopingtests ist die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova für vier Jahre bis zum 21. Juni 2030 gesperrt worden. Dass die Tschechin am 3. Dezember 2025 keine Probe abgab, müsse nach den Anti-Doping-Regeln wie ein positiver Befund gewertet werden, teilte die zuständige International Tennis Integrity Agency (ITIA) mit.

Damit werde verhindert, dass ein Dopingsünder oder eine Dopingsünderin auf diesem Wege eine härtere Strafe vermeide. Vondrousova, die seit Januar nicht mehr auf der WTA-Tour angetreten ist, kann gegen die Entscheidung noch beim Internationalen Sportgerichtshof Cas vorgehen.

Vondrousova fühlt sich zermürbt und nicht mehr sicher

Die 26-Jährige hatte den versäumten Dopingtest im April mit einer Angststörung begründet. Der Vorfall habe sich ereignet, „weil ich nach Monaten körperlicher und seelischer Belastung an meine Grenzen gestoßen bin“, schrieb die Tschechin, die 2023 in Wimbledon triumphiert hatte, bei Instagram. In eindringlichen Worten schilderte sie, dass eine Doping-Kontrolleurin am späten Abend an ihrer Tür ihrer Prager Wohnung geklingelt habe, ohne sich ordnungsgemäß auszuweisen.

„Ich habe so reagiert, wie es jemand tut, der in diesem Moment Angst hatte. Es ging darum, mich sicher zu fühlen, und nicht darum, irgendetwas zu vermeiden“, erklärte Vondrousova und schrieb auch über ihre mentale Gesundheit. Sie habe „lange mit Verletzungen, ständigem Druck und Schlafproblemen“ zu kämpfen gehabt. Dies habe sie zermürbt. „Darüber hinaus haben jahrelange hasserfüllte Nachrichten und Drohungen dazu geführt, dass ich mich in meinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühle.“

Die ehemalige Nummer sechs der Welt verwies dabei auch auf den Fall ihrer Landsfrau Petra Kvitova, die sich 2016 eine karrierebedrohende Handverletzung zugezogen hatte, als sie einem mit einem Messer bewaffneten Fremden die Tür öffnete.

Begründung überzeugt nicht

Dass Stress, die mentale Gesundheit und Sicherheitsbedenken ihre Entscheidung beeinflussten, gab die Tennisspielerin laut ITIA auch bei der Anhörung an. Dies sei aber „keine überzeugende Rechtfertigung“ gewesen, hieß es.

„Wir verstehen, dass der Testvorgang unangenehm ist, und erkennen an, dass er eine zusätzliche Belastung für Spielerinnen darstellt, deren Beruf ohnehin schon mit hohem Druck und strenger Kontrolle verbunden ist“, wurde Karen Moorhouse, Geschäftsführerin der ITIA, zitiert: „Aber er ist unerlässlich, um den fairen Wettbewerb zu schützen.“

„Unsere Tester sind gut ausgebildet und professionell, und das Geschlecht unseres Testbeobachters stimmt immer mit dem des Spielers überein“, sagte Moorhouse: „Sie tragen stets einen Ausweis bei sich, und die Spieler haben die Möglichkeit, ihre Identität auf andere Weise zu überprüfen, falls sie sich einmal unsicher sind.“

Vondrousova, die 2023 überraschend als ungesetzte Spielerin in Wimbledon triumphiert hatte, hatte ihre Teilnahme an den Australian Open im Januar aufgrund einer Schulterverletzung abgesagt und seitdem pausiert. Wie die ITIA mitteilte, hat die 26-Jährige nun das Recht, „gegen die Entscheidung beim Sportschiedsgericht Berufung einzulegen“.

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