Laut Studie

Hautschäden durch Krebstherapie – wie Vitamin D helfen könnte


20.07.2026 – 19:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Bereits ein bis zwei Gaben an hoch dosiertem Vitamin D wirkten sich positiv auf die Hautschäden aus. (Quelle: Dejan Sarec/getty-images-bilder)

Bei einer Krebsbehandlung kann es zu starken Hautreaktionen kommen, die oftmals die Therapie erschweren. Mit Vitamin D lassen sich die Beschwerden womöglich rasch lindern.

Chemotherapie und Strahlentherapie können Leben retten, belasten oft aber auch die Haut stark: Manche Betroffene entwickeln schmerzhafte Rötungen, Juckreiz oder brennende Entzündungen. In schweren Fällen müssen Behandlungen sogar unterbrochen werden. Eine neue Studie deutet nun darauf hin, dass mit hoch dosiertem Vitamin D die Beschwerden rasch nachlassen könnten.

Viele Patienten berichteten über schnelle Besserung

Für die in der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology veröffentlichte Fallserie werteten Forscher die Daten von 33 Patientinnen und Patienten aus. 28 litten unter einem sogenannten toxischen Erythem nach Chemotherapie, fünf an einer akuten Strahlendermatitis.

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Ein toxisches Erythem ist eine direkte, nicht allergische Hautreaktion auf Krebsmedikamente, die meist zwei Tage bis drei Wochen nach Gabe des Mittels auftritt. Es zeigt sich durch schmerzhafte Rötungen, Schwellungen oder Bläschen, insbesondere an Händen und Füßen oder in Hautfalten. Die Symptome klingen in der Regel etwa zwei bis vier Wochen nach Verabreichung des Medikaments von selbst wieder ab.

Bei einer akuten Strahlendermatitis treten im Bestrahlungsfeld Rötungen oder auch nässende Hautstellen auf, die jucken, brennen und schmerzen können. Die Beschwerden lassen für gewöhnlich zwei bis vier Wochen nach der letzten Bestrahlung von allein wieder nach.

Alle Teilnehmer erhielten einmalig oder in zwei Gaben insgesamt 100.000 Internationale Einheiten (I.E.) Vitamin D und wurden zehn Tage lang beobachtet. 26 von 30 Patienten (87 Prozent) berichteten innerhalb dieses Zeitraums über eine spürbare Linderung ihrer Beschwerden. Im Mittel trat die Besserung bereits nach fünf Tagen ein. Auch die Hautrötungen gingen der ärztlichen Bewertung zufolge deutlich zurück. Zudem konnten 24 der 33 Patienten ihre Krebstherapie ohne Unterbrechung fortsetzen.

Keine auffälligen Nebenwirkungen beobachtet

Da sehr hohe Vitamin-D-Dosen den Kalziumspiegel im Blut erhöhen können, überprüften die Forscher auch diesen Wert. Klinisch relevante Veränderungen oder andere behandlungsbedingte Nebenwirkungen wurden in der Studie nicht festgestellt.

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Die Wissenschaftler vermuten, dass Vitamin D entzündungshemmend wirkt und dadurch die Heilung der geschädigten Haut unterstützen könnte. Frühere Labor- und kleinere Studien hatten bereits in diese Richtung gedeutet.

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