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Gesundheit

Wie Sie Frühdemenz erkennen und was Sie tun können

wochentlich.deBy wochentlich.de18 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Wie Sie Frühdemenz erkennen und was Sie tun können
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Frühdemenz

Diese ersten Demenzsymptome kennen viele Menschen nicht


Aktualisiert am 18.11.2025 – 08:29 UhrLesedauer: 4 Min.

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Schleichende Erkrankung: Erste Anzeichen einer Demenz können Kraftlosigkeit, Reizbarkeit oder auch depressive Verstimmungen sein. (Quelle: AlexanderFord/getty-images-bilder)

Die Mehrheit der Demenzpatienten erkrankt im Seniorenalter, doch es können auch jüngere Menschen betroffen sein. Diese Anzeichen einer Frühdemenz sollten Sie kennen.

Frühdemenz ist eine Form der Demenz, die bereits vor dem 65. Lebensjahr auftritt. Sie entwickelt sich oft schleichend, macht etwa fünf Prozent aller Alzheimer-Fälle aus und ist damit deutlich seltener als die klassische Alzheimer-Demenz im hohen Alter. In diesem Ratgeber erfahren Sie, auf welche Anzeichen Sie achten sollten und wer besonders gefährdet ist.

Die Symptome der Frühdemenz ähneln denen der klassischen Demenz, treten jedoch im mittleren Erwachsenenalter (40 bis 50 oder noch früher) und oft aggressiver auf. Zu den wichtigsten Anzeichen gehören:

Weitere mögliche Anzeichen einer frühen Demenz können Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Depressionen oder auch Schlafstörungen sein.

Frühdemenz ist meist keine eigenständige Krankheit, sondern Folge einer neurodegenerativen Grunderkrankung. Am häufigsten steckt – wie bei älteren Patienten – die Alzheimer-Krankheit hinter einer Demenz im jungen Alter. Daneben ist bei unter 65-Jährigen besonders häufig die Frontotemporale Demenz (FTD) die Ursache. FTD beginnt typischerweise mit dem Absterben von Nervenzellen im Frontal- und Temporallappen des Gehirns und äußert sich zunächst durch Persönlichkeitsänderungen, Verhaltensauffälligkeiten und mitunter Sprachstörungen.

Auch andere Demenzformen können früh auftreten: Beispielsweise gibt es jüngere Patienten mit Lewy-Körperchen-Demenz (klinisch eine Mischung aus Alzheimer- und Parkinson-Symptomen) oder mit vaskulärer Demenz infolge von Durchblutungsstörungen im Gehirn.

Des Weiteren können neurologische Krankheiten, die primär andere Symptome verursachen, im Verlauf zu einer Demenz führen. Ein Beispiel ist Morbus Parkinson: Rund 30 bis 40 Prozent der Parkinson-Patienten entwickeln im Verlauf der Krankheit zusätzlich eine Demenz – dies kann auch Menschen treffen, die schon in relativ jungen Jahren an Parkinson erkranken.

Ein anderes Beispiel ist die Chorea Huntington (eine Erbkrankheit, die meist im mittleren Erwachsenenalter beginnt), bei der es im Verlauf ebenfalls zu schweren kognitiven Beeinträchtigungen kommt.

Auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit und der allgemeine Lebensstil spielen beim Demenzrisiko eine große Rolle. So gelten Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht als Risikofaktoren für eine Demenz – insbesondere, wenn sie schon in mittleren Jahren auftreten und unbehandelt bleiben. Ungünstige Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Bewegungsmangel oder exzessiver Alkoholkonsum erhöhen ebenfalls das Risiko. Umgekehrt scheinen Menschen mit höherer Bildung und geistig aktiver Lebensweise seltener an Demenz zu erkranken, während eine niedrige Schulbildung oder soziale Isolation mit einem erhöhten Risiko einhergehen.

Eine große Studie aus dem Jahr 2023 hat speziell für Frühdemenz 15 beeinflussbare Risikofaktoren identifiziert – darunter ein niedriger Bildungsabschluss, soziale und wirtschaftliche Benachteiligung, Vitamin-D-Mangel, ein hoher Entzündungswert (CRP), geringe körperliche Fitness (erkennbar etwa an mangelnder Griffkraft), unbehandelter Hörverlust sowie bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten, orthostatische Hypotonie (starker Blutdruckabfall beim Aufstehen), Schlaganfall und Depression.

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