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You are at:Home»Lifestyle»Wie nannten die Menschen im Mittelalter ihre Epoche?
Lifestyle

Wie nannten die Menschen im Mittelalter ihre Epoche?

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Januar 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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Wie nannten die Menschen im Mittelalter ihre Epoche?
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Das Mittelalter gilt als eine der faszinierendsten Epochen überhaupt. Doch wie nannten die Menschen im Mittelalter eigentlich ihre eigene Zeit?

Wenn man an das Mittelalter denkt, hat man sofort ganz bestimmte Motive im Kopf – edle Ritter und Burgfräulein, Minnesänger und dunkle Kapitel wie die Pest und zahlreiche Kriege. Heutzutage bezeichnet man das Mittelalter als die Epoche nach der Antike und vor der Neuzeit. Zeitlich eingeordnet, entspricht das etwa dem Zeitraum vom 6. bis zum 15. Jahrhundert.

Aber der Begriff „Mittelalter“ entstand nicht in der Epoche selbst. Die Menschen, die zu der Zeit lebten, nannten es nicht „Mittelalter“ – aber wie dann?

Der Begriff „Mittelalter“ wurde erst später in der Zeit der Renaissance geprägt. Erste Erwähnungen des Begriffs gibt es bereits im 14. Jahrhundert. In der Renaissance betrachtete man das Mittelalter als eine Art Zwischenzeit (lateinisch „medium aevum“, „mittlere Zeit“) zwischen der klassischen Antike und ihrer eigenen Epoche.

Zeit im Mittelalter: Geschichtsbewusstsein ohne Begrifflichkeit

Die Menschen im Mittelalter sahen ihre Zeit als Teil einer fortlaufenden Geschichte, die durch das christliche Weltbild und die biblische Geschichte geprägt war. Sie hatten daher keine spezifische Bezeichnung für ihr eigenes Zeitalter. Stattdessen bezogen sie sich oft auf spezifische Regierungszeiten, Herrschaften oder bedeutende Ereignisse, um Zeiträume zu definieren.

So gab es beispielsweise eine interessante These des Heiligen Augustinus, der im 5. Jahrhundert lebte. Er glaubte, dass vom Anfang bis zum Ende der Welt sechs Zeitalter vergehen, jedes 1.000 Jahre lang. Die Menschen im Mittelalter (zumindest zu seinen Lebzeiten) hätten damit im letzten Weltzeitalter gelebt. Das berichtet „SWR Wissen“.

Augustinus‘ Theorie basiere demnach auf einem Zitat aus dem 2. Brief des Petrus: „Beim Herrn ist ein Tag wie 1.000 Jahre und 1.000 Jahre wie ein Tag.“ Da in der Bibel beschrieben steht, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschuf, zog Augustinus den Schluss, dass jeder dieser „Schöpfungstage“ einem Zeitalter von 1.000 Jahren entspricht.

Die frühen Christen kamen durch das Nachverfolgen der Generationen in der Bibel zu Adam zu dem Ergebnis, dass seit Beginn der Welt etwa 5.000 Jahre vergangen sind. Diese Zahl steht jedoch im Kontrast zum jüdischen Kalender, welcher die Erschaffung der Welt auf das Jahr 3761 v. Chr. datiert.

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