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Gesundheit

Wie lange ist man krank?

wochentlich.deBy wochentlich.de25 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Wie lange ist man krank?
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HWS-Distorsion

Nach Schleudertrauma – wie lange ist man krank?


25.11.2025 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.

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Auch ein leichtes Schleudertrauma kann mit starken Beschwerden einhergehen. (Quelle: milorad kravic/getty-images-bilder)

Kommt es zu einem Schleudertrauma, kann das unterschiedliche Folgen haben. Wie lange halten die Beschwerden an und wie lange ist man arbeitsunfähig?

Ein Schleudertrauma tritt häufig bei einem Auffahrunfall auf, wenn sich der Kopf bei einem Aufprall von hinten plötzlich und unkontrolliert zurück- und wieder vorbewegt. Dabei können sich die Muskeln, Bänder und Sehnen im Nackenbereich überdehnen. Um die Halswirbelsäule zu schützen, spannt der Körper gleichzeitig bestimmte Muskeln reflexartig an. Das kann in der Folge zu schmerzhaften Verspannungen führen und die Beweglichkeit für eine Weile einschränken.

Andere mögliche Ursachen für ein Schleudertrauma sind:

Welche Symptome nach einem Schleudertrauma auftreten, kann sich von Fall zu Fall unterscheiden. Schwere Verletzungen (wie Nervenschäden, Gelenkverschiebungen, Wirbelbrüche) kommen für gewöhnlich nur selten vor. Allerdings können die Schmerzen selbst bei einem leichten, „harmlosen“ Schleudertrauma mitunter erheblich sein.

Häufig zeigen sich die Symptome nach einem Schleudertrauma nicht sofort, sondern zeitlich verzögert: Oft machen sich erst einige Stunden bis drei Tage nach dem Unfall muskelkaterartige Schmerzen im Nacken beziehungsweise eine Nackensteifigkeit („steifer Hals“) bemerkbar. Auch Kopf- und Schulterschmerzen können auftreten. In manchen Fällen stellen sich weitere Beschwerden wie Schwindel, Tinnitus oder Schlafprobleme ein.

Geht das Schleudertrauma mit leichten bis mittelschweren Verletzungen einher, klingen die Beschwerden für gewöhnlich innerhalb weniger Wochen ab, im Durchschnitt nach etwa 30 Tagen. Bei zwölf Prozent der Betroffenen bestehen sie auch nach einem halben Jahr noch. Wird frühzeitig mit einer aktiven Mobilisierung begonnen, kann das den Verlauf positiv beeinflussen.

Wie ein Schleudertrauma behandelt wird, richtet sich nach der Schwere der Verletzungen. In leichten Fällen genügt es häufig, die Schmerzen mit Schmerzmitteln (wie Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol, ASS) zu behandeln. So lässt sich früh eine normale Beweglichkeit ermöglichen und Schonhaltungen oder Fehlbelastungen bleiben aus. Gegebenenfalls können auch muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxanzien) zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus kann Wärme im Nacken (etwa mit einem Dinkelkissen) oder auch eine lokale Kälteanwendung („Cold pack“) die Beschwerden verringern. Je nach Situation verschreibt der Arzt möglicherweise zusätzlich Physiotherapie oder Massagen.

Anstatt die Halswirbelsäule nach einem Schleudertrauma mit einer Halskrause (Zervikalstütze, Schanz-Verband) ruhigzustellen, empfehlen Fachleute dies mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen beziehungsweise nur für kurze Zeit. Denn eine zu lange Ruhigstellung kann begünstigen, dass die Beschwerden chronisch werden. Als ratsamer gilt es, die Halswirbelsäule möglichst früh wieder sanft zu mobilisieren. Mit schonender Bewegung bleibt das betroffene Gewebe elastischer – so lässt sich das Risiko, dass Beschwerden zurückbleiben, verringern.

Ob und für wie lange der Arzt nach einem Schleudertrauma eine Krankschreibung ausstellt, hängt davon ab, wie schwer die Verletzungen sind. In leichten Fällen ist womöglich nur eine kurze oder auch gar keine Krankschreibung nötig. Meist gilt die erste Krankschreibung nur für wenige Tage bis maximal drei Wochen. Bei Bedarf kann sie entsprechend verlängert werden.

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