Dieses 3D-Bild kann mittels KI in jede Filmszene integriert werden; Beleuchtung, Kameraperspektive und Hintergrund können später flexibel angepasst werden. Volucap selbst glaubt, dass die Technologie auch zur Demokratisierung der Filmindustrie beitragen kann. „Wenn man für eine kleine Produktion keine Visual-Effects-Abteilung mehr braucht, weil man aufwändige Effekte einfach durch Texteingabe erzeugen kann, bedeutet das, dass man viel größere Geschichten erzählen kann, ohne ein riesiges Budget zu benötigen“, sagt Volucap-Geschäftsführer Sven Bliedung von der Heide.
Kunst: KI als digitale Muse
Der in Berlin lebende polnische Künstler Roman Lipski hat anhand seines eigenen Werks eine KI trainiert. Das Tool analysiert den Einsatz von Farbe, Komposition, Kontrast und Textur. Lipski selbst bezeichnet es als seine „künstliche Muse“, die genauso zu neuen Ideen inspiriert wie eine traditionelle Muse. Auch in seiner aktuellen Videoinstallation (Quantum Babylon) thematisiert der Künstler Quantencomputing. Er schätzt die kreative Inspiration seiner KI-Muse: „Das Schöne am Einsatz von KI als künstlerischem Werkzeug liegt in dem permanenten Überraschungsmoment, das damit verbunden ist. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, kein einmaliger Austausch. KI unterstützt eine aufgeschlossene und kreative Denkweise und hilft mir, meine Fantasie zu nutzen und meine menschlichen Fähigkeiten zu verbessern. Entscheidend für mich ist, dass die KI meine Kreativität fördert, anstatt mich zu ersetzen.“
