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Die Handelsspannungen zwischen China und der Europäischen Union eskalieren, nachdem Peking die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert hat, die von der Union vorgeschlagene „Made in Europe“-Gesetzgebung zu überarbeiten.
Der Vorschlagsentwurf der Europäischen Kommission zielt darauf ab, die Regeln für ausländische Unternehmen zu verschärfen, die an öffentlichen EU-Vergabeaufträgen teilnehmen oder von Investitionsmöglichkeiten profitieren möchten.
Die Initiative, die darauf abzielt, Europas Industriekapazitäten zu stärken, stieß auf scharfe Kritik vom chinesischen Handelsministerium, das bekräftigte, dass Peking mit Gegenmaßnahmen reagieren werde, wenn die EU „auf dieser Bestrafung bestehe und Chinas Unternehmen diskriminierend behandle“. Mit anderen Worten: Vergeltung.
Während Europa versucht, sich in einer Welt aggressiver Zölle der Trump-Regierung zurechtzufinden, steuert es auf einen umfassenden Handelskonflikt mit China zu – oder kann es dennoch ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Zusammenarbeit finden?
Das Thema hätte nicht aktueller sein können, als die Kandidaten dieser Woche im Europäischen Parlament in Brüssel den Ring betraten.
In der linken Ecke: Sakis Arnaoutoglou, ein griechischer Europaabgeordneter der Sozialdemokratischen Fraktion (S&D), Mitglied der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China im Europäischen Parlament und Verfechter eines pragmatischen Ansatzes bei globalen Spannungen.
Er warnt vor einer Eskalation: „Europa muss offen bleiben für die Zusammenarbeit mit China, darf aber nicht naiv bleiben. Wir brauchen ein Verhältnis, das auf Fairness, Gegenseitigkeit und Transparenz basiert. Das Ziel ist nicht Konfrontation.“
In der rechten Ecke: Nicolás Pascual de la Parte, ein spanischer Europaabgeordneter der Mitte-Rechts-Europäischen Volkspartei (EVP), Mitglied des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament und starker Transatlantiker.
Er warnt vor der von Peking vorangetriebenen globalen Machtverschiebung: „Chinas Exportbeschränkungen sind eine Eskalation der Waffe der Handelspolitik. Wir müssen dem auf intelligente Weise begegnen. Das bedeutet, dass wir uns nicht von China abkoppeln können, aber wir müssen Risiken verringern.“
Diese Episode von „The Ring“ wird von Stefan Grobe moderiert, von Luis Albertos und Amaia Echevarria produziert und von Vassilis Glynos bearbeitet.
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