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Wie eine Meldestelle in Deutschland arbeitet

wochentlich.deBy wochentlich.de25 März 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Wie eine Meldestelle in Deutschland arbeitet
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Rätselhafte Himmelsphänomene

Aliens oder Satellit? So arbeitet eine UFO-Meldestelle


Aktualisiert am 25.03.2025 – 12:56 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die Starlink Satelliten sorgen seit einigen Jahren für zahlreiche UFO-Meldungen. (Archivbild) (Quelle: Gene Blevins/ZUMA Press Wire/dpa/dpa-bilder)

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Gibt es Aliens oder UFOs? Diese Frage treibt viele Menschen um. Bundesweit melden Leute jährlich Hunderte mysteriöse Himmelserscheinungen. Dann ermittelt die Meldestelle CENAP.

Seit etwa einem halben Jahrhundert widmet er sich nun der UFO-Forschung. Aber eins möchte Hansjürgen Köhler gleich zu Beginn seines Gesprächs über das Centrale Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Himmels-Phänomene (CENAP) klarstellen: „Wir unterscheiden uns von den Ufologen, welche behaupten, es gäbe auf der Erde eine außerirdische Präsenz“, betont der Gründer und Leiter von CENAP.

Video | Im Video: Sind es Außerirdische?

Quelle: t-online

Manche dieser Ufologen verbreiteten, dass in den USA 30 abgestürzte Untertassen und über 113 tote und lebende Aliens versteckt würden. „Dies entbehrt jeglicher Beweise und spricht auch gegen unsere Erfahrungen in über 50 Jahren aktiver Fall-Untersuchungen“, sagt Köhler.

Insgesamt mehr als 11.000 Beobachtungseingänge habe CENAP bisher bearbeitet, mit Analysen von hunderten Fotos und Videos, welche auf natürliche und irdische Ursachen zurückgingen. Es gibt derzeit allerdings 119 offene Fälle ohne klares Ergebnis – doch auch die seien kein Grund für Spekulation: Es fehlten einfach nur konkrete Daten – etwa Datum, Uhrzeit, Ort des Geschehens, Himmelsrichtungsangaben –, die für eine Abklärung erforderlich seien.

Köhler erinnert an die Bedeutung der Abkürzung UFO: unidentifiziertes Flugobjekt (englisch: unidentified flying object). „Wir verstehen uns als Anlaufstelle für alle Zufallsbeobachter eines Phänomens, dessen Ursache sie nicht erkennen konnten und einfach wissen wollen, was es war“, erklärt er. Unterstützt wird seine 1976 gegründete Organisation von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sowie der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Die Art der gemeldeten Fälle habe sich über die Jahrzehnte stark verändert, berichtet Köhler. „In den 80er Jahren waren es kleine Mini-Heißluftballons, welche für mehr Meldungen sorgten, in den 90er Jahren waren es die Skytracker und Disco-Scheinwerfer. Ende der 90er kamen die chinesischen Himmelslaternen dazu und sorgten in den ersten 2000er Jahren für extrem starke Meldeeingänge, in den 2010er Jahren kamen dann die Privat- und Industriedrohnen ins Spiel.“

Und seit mehreren Jahren sei auch der Einfluss von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX zu spüren, dessen Starlink-Satelliten die Fallzahlen der UFO-Sichtungen in die Höhe treiben. „In normalen Jahren hatten wir in der Regel 300 bis 400 Falleingänge, inzwischen haben wir seit 5 Jahren 700 bis 900 Falleingänge.“ Im vergangenen Jahr habe es fast 1.000 Fälle gegeben.

Starts von 21 Starlink-Satelliten durch SpaceXVergrößern des Bildes
Der Start eines Starlink-Satelliten in Kalifornien. (Archivbild) (Quelle: Gene Blevins/ZUMA Press Wire/dpa/dpa-bilder)

Doch bei weitem nicht alle Fälle sind auf Musks Satelliten zurückzuführen. Laut Köhler ließen helle Planeten wie Venus, Jupiter und Saturn viele Beobachter rätseln. Aber auch die Starlink-Satelliten von Musks Unternehmens SpaceX verunsicherten einige Personen – 176 Sichtungen wurden 2024 gemeldet.

„Manche Beobachter reichten Fotos und Videos mit merkwürdigen Lichtpunkten ein“, so Köhler. Bei einer Untersuchung stellten diese sich meist „als Linsenreflexionen sowie im Nahbereich der Kamera als unscharf abgebildete Insekten oder Vögel heraus“.

Andere Meldungen seien als LED-Ballons, Industriedrohnen oder helle Meteore identifiziert worden. Auch Helikopter und Lichteffektgeräte bei Events lösten Anrufe bei der 24-Stunden-Hotline des Cenap aus.

Doch was genau passiert nach einer UFO-Meldung? Zunächst werden Grunddaten erfasst: Datum, Uhrzeit, Ort mit Postleitzahl. Danach wird eine Karte des Ortes erstellt und die Beschreibung des Zeugen sowie die beigefügten Fotos oder Videos werden in die Fallakte eingegeben.

Erst danach geht die Arbeit richtig los: „Darauf folgt die Überprüfung der üblich verdächtigen Ursachen. Bei Nachtbeobachtungen werden die astronomischen Daten am Beobachtungsort aufgerufen (Planeten, Sternkarte), gegebenenfalls auch die Überflug-Daten von Satelliten, ISS und hellen Raketenteilen“, erklärt Köhler. Zusätzlich werden manchmal auch Daten des Flugverkehrs zu Überflügen von Flugzeugen oder Helikoptern geprüft.

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