Sonnenbrand, Altersflecken, Sommersprossen: Die Haut erzählt nach dem Urlaub ihre ganz eigene Geschichte. Was die Zeichen bedeuten und wann Handlungsbedarf besteht.

Zurück aus dem Urlaub mühen wir uns redlich, wenigstens einen Hauch der vergangenen Wochen in den Alltag herüberzuretten. Wir wissen aber aus Erfahrung, dass er dort gern allzu schnell verduftet – in den heimischen vier Wänden wie im Büro. Uns bleiben Fotos und Souvenirs, die sich in Regalen und auf Schränken stauen, bevor sie eines Tages wegsortiert im Keller landen.

Dabei begleiten uns noch ganz andere Urlaubserinnerungen, und die auch noch besonders körpernah: Spuren des Sommers auf unserer Haut verraten uns, wie gut – oder schlecht – unsere äußere Hülle alles überstanden hat, im Garten, in den Bergen oder am Meer.

Sonne verursacht DNA-Schäden

Besonders die Sonne brennt sich in unsere Erinnerung ein – und gern auch in unsere Haut. Dabei ist ein Sonnenbrand alles andere als eine Lappalie: Die Haut rötet sich, sie spannt und schmerzt, und manchmal bildet sie Blasen. Das sind die äußeren Malaisen, bei denen wir noch nicht einmal ahnen, was die UV-Strahlung im Inneren, genauer in der Erbsubstanz unserer Hautzellen, nachhaltig anrichten kann. Denn UV-Strahlung kann die DNA direkt oder indirekt über oxidativen Stress schädigen.

Nun ist unser Körper evolutionär gern sein eigener Dermatologe: Manche dieser Schäden kann er quasi in Heimarbeit reparieren, nur leider nicht alle. In jedem Sonnenbrand schmort die Gefahr, unsere Haut vorzeitig altern zu lassen. Auf längere Sicht steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene ist keine Entwarnung angebracht.

Gebräunte Haut ist gealterte Haut

Und auch ohne Sonnenbrand gilt: Wer durch UV-Licht braun geworden ist, hat bereits einen kleinen Altersbeschleuniger für die Haut genossen. Die Bräunung ist eine Schutzreaktion – keine Gesundheitsmedaille. UV-Strahlung fördert sogenanntes Photoaging mit Falten, Elastizitätsverlust, Pigmentstörungen und weiteren Zeichen chronischer Lichtschädigung. Eine gesunde UV-Bräune gibt es deshalb streng genommen nicht.

Allergien und Überempfindlichkeit: Zu viel Sonne setzt der Haut zu

Aber: Nicht alles, was sich am Abend mancher (Sonnen-)Tage auf unserer Haut zeigt, ist ein Sonnenbrand. Entdecken wir Flecken, Bläschen oder gar juckende Knötchen an Armen, Beinen oder Dekolleté, kann es sich um eine Sonnenallergie handeln, auch polymorphe Lichtdermatose genannt: Manche Menschen entwickeln sie zum Auftakt der sonnigen Jahreszeit und gern auch während der ersten Urlaubstage. Im Verlauf des Sommers kann sie sich durch die Gewöhnung an das Licht bessern, die Nutzung einer Kortisoncreme kann die Beschwerden lindern.

Die Schäden durch hautgefährliches UV-Licht lassen sich auch durch Parfüms verstärken, die wir auf dem Körper tragen oder durch Medikamente und bestimmte Pflanzenstoffe, die wir einnehmen: In diesen Kombinationen kann es Reaktionen auslösen, die wir unter dem Begriff phototoxische oder photoallergische Hautreaktionen zusammenfassen. Phototoxische Reaktionen entstehen dabei direkt durch die Kombination eines lichtsensibilisierenden Stoffes mit UV-Licht, photoallergische beruhen dagegen auf einer Immunreaktion. Wer plötzlich ungewöhnliche Hautveränderungen an sich beobachtet, sollte sie einem Arzt zeigen.

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