Lieferengpässe belasten Patienten enorm

Etliche Psychopharmaka fehlen bis Jahresende


30.08.2025 – 10:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Medikamente gegen Depressionen: Wenn sie nicht verfügbar sind, droht den Betroffenen eine schwere Krise. (Quelle: Gorica Poturak/getty-images-bilder)

Derzeit sind viele Psychopharmaka knapp – und das zum Teil noch über Monate hinweg. Warum der Mangel so gefährlich ist und was Betroffene jetzt tun können.

Ob bei Depressionen, ADHS oder Schizophrenie: Millionen Menschen sind auf Psychopharmaka angewiesen. Doch viele dieser Medikamente sind derzeit nur schwer erhältlich. Einige Engpässe werden bis Ende des Jahres anhalten.

Gründe für die Engpässe sind größtenteils eine erhöhte Nachfrage oder Produktionsprobleme. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind folgende Wirkstoffe betroffen:

Besonders häufig fehlt Quetiapin, das bei Schizophrenie, manischen und depressiven Episoden sowie als Stimmungsstabilisierer eingesetzt wird. Laut Herstellern sind Originalpräparate ebenso betroffen wie Generika.

Psychopharmaka wirken direkt auf den Stoffwechsel im Gehirn und werden bei Depressionen, Angststörungen, ADHS oder Psychosen eingesetzt. Viele Präparate lassen sich nicht einfach austauschen, da schon kleine Unterschiede in Dosierung oder Wirkstoffprofil die Stabilität der Behandlung gefährden können. Ein Wechsel erhöht das Risiko für Rückfälle oder Nebenwirkungen.

Die Apothekerkammern empfehlen daher, mindestens eine Monatsreserve im Haus zu haben. Wer regelmäßig Medikamente benötigt, sollte rechtzeitig neue Rezepte anfordern und frühzeitig mit Ärzten und Apothekern das Gespräch suchen, wenn ein Präparat nicht verfügbar ist.

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