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Panorama

Wetter bringt Wüstentage im Juni nach Deutschland

wochentlich.deBy wochentlich.de10 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Wetter bringt Wüstentage im Juni nach Deutschland
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Struktureller Wandel der Großwetterlage

„Wüstentage“ voraus – nächste Hitzewelle kommt


Aktualisiert am 10.06.2026 – 07:54 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Azorenhoch dehnt sich über Deutschland aus und bestimmt bald das Wetter: Die Temperaturen steigen rasant an - bis zu 36 Grad, wie die Wetterkarte zeigt.Vergrößern des Bildes

Ein Azorenhoch dehnt sich über Deutschland aus und bestimmt bald das Wetter: Die Temperaturen steigen rasant an. (Quelle: ECMWF )

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Während Schauer und Gewitter über Deutschland hinwegziehen, krempelt sich die Großwetterlage über dem Atlantik um. Das hat weitreichende Folgen für Europa.

Das Wetter in Deutschland stellt sich aktuell um. Die Front eines Tiefdruckgebiets bringt Schauer und Gewitter. Auch Blitzschlag und Hagel sind möglich. Örtlich sind auch unwetterartige Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Doch die Abkühlung wird Prognosen zufolge von kurzer Dauer sein. Zentrale Wettermodelle rechnen ab dem kommenden Wochenende mit deutlich steigenden Temperaturen. Die nächste Hitzewelle steht bevor.

Auf den Wetterkarten zeichnet sich bereits die nächste Veränderung ab. Ein Azorenhoch dehnt sich nach Mitteleuropa aus und drängt die Frontalzone auf dem Atlantik nach Norden ab. Damit geraten Deutschland, Österreich und die Schweiz zunehmend unter Hochdruckeinfluss.

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt für t-online: „Nach den langen Wochen, in denen ein hartnäckiges Islandtief eine Tiefdruckserie nach der anderen über uns hinweg geschickt hat, dreht das Wettergeschehen pünktlich zum Wochenende.“

  • Nach dem Sommerintermezzo: Kaltfront bringt Wettersturz nach Deutschland
  • Tief unter dem Eis: Unter der Antarktis verbirgt sich eine Sensation

Erster „Wüstentag“ des Jahres in Sicht

Die Temperaturen steigen ab dem Samstag deutlich an. „Anfang bis Mitte kommender Woche legt die Sonne dann richtig los“, so Jung. Verbreitet seien dann 28 bis 32 Grad zu erwarten. „Südlich einer Linie von Köln bis Dresden wird es am heißesten – dort sind örtlich 34, in den Tälern am Oberrhein und in der Lausitz auch bis zu 35 Grad drin.“ Damit rücke der erste „Wüstentag“ des Jahres in greifbare Nähe, prognostiziert der Wetterexperte. Diesen Begriff nutzen Meteorologen, wenn die 35-Grad-Marke geknackt wird.

Karte zeigt die erwarteten Temperaturen am 17. Juni: In Deutschland werden Temperaturen bis zu 36 Grad erwartet. Das Wetter wird wieder sommerlich und bringt die nächste Hitzewelle mit.Vergrößern des Bildes
Die Prognose für den 17. Juni: In Deutschland werden Temperaturen bis zu 36 Grad erwartet. (Quelle: ECMWF)

Jung erklärt: „Die Hochdruckblase soll sich etwa bis zum 17. Juni halten, weil sich das Azorenhoch mit einem Hoch über Osteuropa zu einer regelrechten Wärmebrücke verbindet – meteorologisch eine blockierende Lage, die Tiefs zwingt, weit nach Norden auszuweichen.“ Erst danach gebe es Andeutungen, dass wieder Tiefausläufer mit Schauern und Gewittern angreifen und die Temperaturen kurzzeitig auf 20 bis 24 Grad drücken könnten.

Hitzewelle laut Wetterprognosen sehr sicher

Das Spannende an dieser Wetterlage sei die erstaunliche Sicherheit in den Prognosen, betont Jung. „Sonst rechnen das europäische Modell (ECMWF) und das amerikanische (GFS/NOAA) bei solchen Umschwüngen gern gegeneinander. Diesmal ziehen sie ausnahmsweise am selben Strang: Beide bauen für die kommende Woche eine stabile Hochdruckbrücke über Mitteleuropa auf.“

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