Fans entdecken Auffälligkeit
Neuer Look: Ein Detail bringt Werder mächtig Ärger
02.08.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Werder präsentiert einen neuen Look. Kurz darauf fällt Fans die Ähnlichkeit zum VfB Stuttgart auf. Hinter den Designs steckt dieselbe Agentur. Was ist da los?
Es sollte ein unverwechselbarer Auftritt für Werder Bremen werden. Doch kaum ist das neue Markendesign vorgestellt, muss sich der Bundesligist mit einem Kopier-Vorwurf beschäftigen. Zu groß sei die Ähnlichkeit zum Erscheinungsbild des VfB Stuttgart, kritisieren Fans. Denn tatsächlich stammen beide Designs von derselben Münchner Agentur Societas.
Werder stellte seinen neuen Look am Donnerstag vor. Die Raute bleibt erhalten. Neu sind mehrere Farbtöne und die eigens entworfene Schrift „Bruckmeyer Neue“. Sie erinnert an ein historisches Werder-W aus dem Jahr 1924.
Neues Werder-Design soll Tradition aufgreifen
Christian Stoll, Leiter Marke & Marketing bei Werder, sagte in einer Mitteilung: „Tradition ist kein Rückblick, sondern ein Antrieb. Wir haben nicht nach etwas Neuem gesucht, sondern nach dem, was Werder seit jeher ausmacht.“
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Liga-Konkurrent VfB Stuttgart hatte seinen Auftritt bereits im September 2025 überarbeitet. Auch die Schwaben erhielten eine neue Schrift nach historischem Vorbild. Zudem stellen beide Vereine ihr jeweiliges Gründungsjahr stärker heraus.
Besonders auffällig ist der Buchstabe „Ü“: In beiden Schriften stehen die Punkte senkrecht im Inneren des Buchstabens. Vergleichsbilder verbreiteten sich daraufhin in den sozialen Netzwerken. Zuerst hatte der „Zeitungsverlag Waiblingen“ ausführlich über den Fall berichtet.
VfB Stuttgart prüft offenbar rechtliche Schritte
Nach Informationen der „Bild“ haben Verantwortliche des VfB ihren Ärger bei Werder und der Agentur Societas deutlich gemacht. Die Stuttgarter sollen mögliche rechtliche Schritte prüfen. Eine offizielle Bestätigung des VfB gibt es bislang nicht.
Werder hält den eigenen Entwurf weiterhin für eigenständig. „Grundsätzlich sehen wir in unserem neuen Markenauftritt eine hohe Individualität. Dennoch haben wir die Hinweise wahrgenommen“, sagte Geschäftsführer Klaus Filbry der „Deichstube“. Der Klub wolle sich in der kommenden Woche mit der Agentur beraten.
Dort betont man die eigene Identität des neuen Werder-Designs. „Den Vorwurf, Arbeitsergebnisse aus einem Projekt für ein anderes wiederverwendet zu haben, weisen wir klar zurück. Wir befinden uns hierzu im engen und vertrauensvollen Austausch mit unseren Partnern“, teilte die Agentur der „Bild“ mit.
