Laut einer neuen Studie der Europäischen Umweltagentur (EUA) und Eurofound geben vier von fünf Europäern an, von extremen Wetterbedingungen betroffen zu sein.

Allerdings sind verschiedene Regionen unterschiedlichen Gefahren in unterschiedlicher Intensität ausgesetzt.

Laut der Studie haben mehr als 85 % der Menschen in Süd- und Mittelosteuropa klimabedingte Störungen erlebt, von schweren Hitzewellen im Freien bis hin zu unerträglichen Innentemperaturen.

Waldbrände und deren Rauch wurden von 41 % der Befragten in Griechenland, 35 % in Portugal und 20 % auf Zypern gemeldet, während der europäische Durchschnitt bei nur 8 % liegt.

Derzeit kämpft Südeuropa mit Waldbränden. Diese extremen Wetterereignisse zwingen Tausende Menschen zur Evakuierung ihrer Häuser und veranlassen die Behörden, Zuschauern einen Teil des Radrennens Tour de France zu verbieten.

Am 3. Juli erfassten die Satelliten von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, eine Rauchwolke, die von den Waldbränden, die sich im Nordwesten Portugals ausbreiteten, nach Westen über den Atlantischen Ozean zog.

Andererseits gaben fast 26 % der Befragten in Österreich und 19 % in Slowenien an, von Überschwemmungen betroffen zu sein, verglichen mit einem EU-weiten Durchschnitt von 11 %.

Welche Faktoren prägen die Auswirkungen extremer Klimaereignisse?

Auch das Einkommen, die Wohnsituation und die Gesundheit eines Menschen spielen eine Rolle dabei, wie stark sich extreme Klimaereignisse auf ihn auswirken.

Beispielsweise können es sich fast 40 % der Europäer nicht leisten, ihre Häuser während sommerlicher Hitzespitzen kühl zu halten.

Der höchste Anteil der Befragten, die es sich nicht leisten können, ihr Zuhause im Sommer kühl zu halten, wurde in Mittelosteuropa mit 46,1 % im Vergleich zu 30,1 % in Nordeuropa festgestellt.

Bei Haushalten, die Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen, steigt dieser Wert auf über 66 %, was in ganz Europa zu erheblichen Sorgen um die Zukunft führt.

Mehr als 60 % der Menschen im südlichen Teil des Kontinents berichten von großer Sorge über künftige Temperaturextreme.

Das ist mehr als doppelt so viel wie in Nordeuropa.

Mittlerweile macht sich in Mittelosteuropa mehr als die Hälfte der Befragten Sorgen um den Zugang zu sauberem Wasser für den täglichen Gebrauch, im Norden Europas dagegen weniger als ein Viertel.

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