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You are at:Home»Auto»Weniger Modelle, weniger Optionen, mehr Gleichteile
Auto

Weniger Modelle, weniger Optionen, mehr Gleichteile

wochentlich.deBy wochentlich.de4 September 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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BYD Atto 3: Viele chinesische Hersteller bieten bei den Ausstattungen nur wenige Optionen an. (Quelle: BYD)

Hersteller wie Tesla und BYD verfolgen bereits seit Längerem ein anderes Prinzip. Sie beschränken ihr Angebot stärker auf wenige Modelle und Varianten und können dadurch größere Stückzahlen mit weitgehend identischer Technik produzieren.

Eine Rolle spielt hier auch die wachsende Bedeutung der Software. Je einheitlicher die zugrunde liegende Hardware ist, desto geringer wird die Zahl unterschiedlicher technischer Konfigurationen, die ein Hersteller bei Entwicklung, Fehlerbehebung und Softwareupdates berücksichtigen muss. Standardisierung kann damit nicht nur die Produktion vereinfachen, sondern auch die Entwicklung der Fahrzeuge.

VW reduziert Zahl der Sitze, Scheinwerfer und Felgen

Noch deutlicher wird der Umbau bei Bauteilen, die Kunden teilweise gar nicht oder erst auf den zweiten Blick wahrnehmen. Nach Informationen aus einer Investorenpräsentation, über deren Details „Motor1“ berichtete, will Volkswagen die Zahl verschiedener Bauteile reduzieren. Bei den Volumenmarken Volkswagen, Skoda, Seat, Cupra und VW Nutzfahrzeuge soll etwa die Zahl der Scheinwerferkomponenten um bis zu 60 Prozent sinken. Die Zahl unterschiedlicher Frontstoßfänger soll halbiert werden, bei den Hauptmodulen für Sitze ist eine Reduzierung um 30 Prozent vorgesehen.

Alles neu und dennoch gewohnt: Beim ID. Polo will VW die Fehler vergangener Jahre wieder rückgängig machen.Vergrößern des Bildes
Ein Lenkrad für viele: Die Vielzahl der unterschiedlichen Teile soll künftig schrumpfen. (Quelle: Volkswagen)

Bei einigen Premiummarken fallen die Einschnitte noch größer aus. Bei Audi, Bentley und Lamborghini soll die Zahl der Varianten von Sitzkomponenten laut der Präsentation um 90 Prozent sinken. Bei Lenkrädern ist eine Verringerung um 60 Prozent vorgesehen, die Auswahl an Leichtmetallrädern soll sich halbieren.

Dahinter steckt das Prinzip der Gleichteile: Je häufiger Marken und Modelle dieselben Komponenten verwenden, desto weniger Varianten muss der Konzern entwickeln und produzieren. Das spart Kosten, aber gleichzeitig entsteht für den Konzern ein Balanceakt. Je stärker sich Fahrzeuge die technische Basis und einzelne Komponenten teilen, desto wichtiger wird deshalb ihre Unterscheidbarkeit an anderen Stellen. Design, Innenraum, Abstimmung, Ausstattung und Positionierung müssen gewährleisten, dass beispielsweise ein Volkswagen, Skoda, Cupra oder Audi für Kunden weiterhin als eigenständiges Angebot erkennbar bleibt.

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