Ermittlungen in Buenos Aires

Wende im Todesfall des One-Direction-Sängers


20.07.2026 – 19:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Liam Payne: Der Sänger starb im Jahr 2024. (Quelle: IMAGO/Steve Ross/Capital Pictures)

Im Oktober 2024 starb der britische Sänger Liam Payne unter tragischen Umständen in Buenos Aires. Mehr als eineinhalb Jahre später hat ein argentinisches Gericht nun ein wichtiges Urteil gefällt.

Der One-Direction-Sänger Liam Payne war im Oktober 2024 von einem Hotelbalkon in Buenos Aires gestürzt und ums Leben gekommen. Er wurde nur 31 Jahre alt. Suizid wurde später ausgeschlossen. Doch vor dem Unglück hatte er starke Drogen konsumiert: Er hatte Kokain, Alkohol und ein verschreibungspflichtiges Antidepressivum in seinem Blut.

Möglicherweise war er in einem Zustand teilweiser oder völliger Bewusstlosigkeit gefallen, wie die argentinische Staatsanwaltschaft bekannt gab. Demnach wusste der Popsänger weder, was er tat, noch verstand er seine Handlungen. Auch deswegen wurde gegen mehrere Personen ermittelt, darunter zwei mutmaßliche Drogenverkäufer.

Liam Payne: Sein Tod löste bei den Fans Bestürzung aus. (Quelle: IMAGO/Diego Radamés)

Außerdem liefen Ermittlungen gegen einen von Paynes Freunden: den Geschäftsmann Rogelio Luis „Roger“ Nores. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, er habe als Gastgeber der Party im Luxushotel CasaSur Palermo in der argentinischen Hauptstadt eine Verantwortung für Liam Payne gehabt.

  • Tragischer Tod mit 31 Jahren: Liam Paynes Todesursache ist bestätigt

Jetzt, rund 18 Monate nach dem Tod, kamen Richter in Buenos Aires in diesem Fall aber zu einer zentralen Entscheidung: Wie die US-Zeitung „New York Post“ unter Berufung auf Gerichtsakten berichtet, wurde die Anklage gegen Nores fallengelassen. Damit ist der 38-Jährige von allen Vorwürfen frei und trägt juristisch keine Verantwortung mehr für den Tod des Sängers.

Nores‘ Verteidiger Rafael Cúneo Libarona bestätigte der „New York Post“, dass das Gericht in seinem Urteil Nores von jeglichem strafbaren Verhalten freigesprochen hat. Er ergänzte: „Roger war zu keiner Zeit für die Betreuung von Payne verantwortlich – und erst recht nicht für den Umgang mit dessen Suchtproblemen. Er war nicht für Liams Wohlergehen haftbar. Er war sein Freund, nicht sein Arzt, Pfleger oder Therapeut.“

Ganz abgeschlossen ist der Fall Liam Payne aber noch nicht. Denn wie die „New York Post“ ebenfalls berichtet, wird weiter gegen zwei mutmaßliche Drogenverkäufer ermittelt. Derzeit sollen Verhandlungen über einen Deal laufen. Der könnte dazu führen, dass der Prozess gegen die Männer beendet wird.

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