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Weltkriegsbombe – 4.700 Menschen betroffen

wochentlich.deBy wochentlich.de2 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Fragen und Antworten

Weltkriegsbombe in Oranienburg – 4.700 Menschen betroffen


Aktualisiert am 02.09.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine 500 Kilogramm schwere Bombe (Archivbild): In Oranienburg bei Berlin sind 4.700 Menschen von einer Evakuierung betroffen. (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

In Brandenburg werden häufig Bomben entdeckt und entschärft. Der Einsatz in der Stadt nahe Berlin am Mittwoch ist dennoch etwas Besonderes.

Am heutigen Mittwoch soll im Oranienburger Ortsteil Lehnitz eine 500 Kilogramm schwere Bombe entschärft werden. Das ist selbst für die Stadt, in der jährlich zig Sprengmittel gefunden werden, etwas Besonderes.

Schwere Munition: Was ist diesmal besonders?

„500 Kilogramm haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, sagte eine Sprecherin der Oranienburger Stadtverwaltung. „Das ist etwas, was vom Umfang schon besonders ist.“ Im Jahr 2024 sei die letzte Bombe mit 500 Kilogramm entschärft worden – davor im Jahr 2020. In beiden Fällen wurde der Zünder herausgedreht, sagte die Sprecherin.

4.700 Menschen betroffen: Wie groß ist der Sperrkreis?

Für die Entschärfung wird das Gebiet im Umkreis von etwa 1.000 Metern um den Fundort ab 8 Uhr gesperrt. Knapp 4.700 Menschen müssen den Bereich bis zum Abschluss der Arbeiten verlassen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Neben den Wohnhäusern sind verschiedene Einrichtungen betroffen. „Unter anderem befinden sich hier die Grundschule, die Kita und der Hort Lehnitz, die Frieda-Glücksmann-Oberschule, das Friedrich-Wolf-Haus, eine Senioreneinrichtung für altersgerechtes Wohnen, die Gemeinschaftsunterkunft, ein Teil des Oder-Havel-Kanals, der S-Bahnhof Lehnitz sowie die Gleisanlagen zwischen S-Bahnhof Lehnitz und S-Bahnhof Borgsdorf“ in dem Sperrkreis, schrieb die Stadtverwaltung.

Wo können die Bürger hin?

Menschen im Sperrkreis, die nicht anderweitig unterkommen können, werden gebeten, sich ins Bürgerzentrum in der Albert-Buchmann-Straße 17 zu begeben. Die Stadt bietet einen Bus-Shuttle an, der die Bürger von Lehnitz zum Bürgerzentrum und wieder zurückbringt. Der Bus fährt morgens einmalig ab diesen Haltestellen:

  • Haltestelle 1: Havelkorso (Höhe Drosselweg) um 07.30 Uhr
  • Haltestelle 2: Birkenwerderweg (Höhe Adlerweg) um 07.45 Uhr
  • Haltestelle 3: S-Bahnhof Lehnitz (Höhe Gaststätte Schweizer Haus) um 8 Uhr
  • Haltestelle 4: Bürgerzentrum (Albert-Buchmann-Straße) Ankunft 08.15 Uhr

Nach Aufhebung des Sperrkreises fährt der Bus dann einmalig vom Bürgerzentrum zurück nach Lehnitz. Dabei werden dieselben Haltestellen angefahren. Für weitere Fragen steht zudem ein Bürgertelefon unter 803301) 600 900 bereit.

Systematische Absuche: Wie wurde die Bombe gefunden?

Die Bombe amerikanischer Bauart war im Rahmen der systematischen Kampfmittelsuche gefunden worden. Sie befindet sich nach Angaben der Stadtverwaltung „circa sechseinhalb Meter tief in der Erde“. Der Sprengkörper ist mit „einem intakten, chemischen Langzeitzünder versehen“.

Kommt es zu Verkehrsbehinderungen?

Zwischen 8 und 10 Uhr verkehren die S-Bahnen regulär, halten aber nicht am S-Bahnhof Lehnitz. „Danach verkehren die Züge der Linie S1 nur ab und bis Birkenwerder“, so die Stadtverwaltung. Der Bahnhof Borgsdorf werde dann ebenfalls so lange nicht mehr angefahren, wie der Sperrkreis besteht. Ab circa 9.30 Uhr richtet die S-Bahn einen Busnotverkehr zwischen Oranienburg und Birkenwerder ein.

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