AfD-Parteijugend organisiert sich neu

Weidel beklagt „Diffamierung“ der Teilnehmenden


Aktualisiert am 29.11.2025 – 13:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Alice Weidel spricht auf dem Gründungstreffen der neuen AfD-Jugendorganisation: Die Co-Chefin der Partei kritisierte die Proteste im Rahmen der Veranstaltung. (Quelle: Martin Meissner/ap)

Die neue AfD-Jugend hat sich in Gießen neu formiert. Doch Proteste vor Ort führen zu Startschwierigkeiten. Zum offiziellen Beginn ist die Halle kaum gefüllt.

Der Gründungskongress der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen verzögert sich infolge der laufenden Proteste und Blockaden. Zur eigentlich als Beginn der Veranstaltung vorgesehenen Zeit um 10 Uhr war der für rund 1.000 Gäste vorgesehene Saal in der Messe nur zu gut einem Viertel gefüllt. Gegen Mittag konnte die Veranstaltung beginnen.

Laut der t-online-Reporterin Annika Leister, die von der Veranstaltung vor Ort berichtet, müssen Medienvertreter in einem abgesperrten Bereich bleiben. In dem Messesaal seien vor Beginn bereits Stände geöffnet gewesen, darunter einer des Verlags Antaios des neurechten Verlegers und Aktivisten Götz Kubitschek. Er verkauft neben seinen Büchern und Magazinen dort auch Aufkleber mit rechten Parolen, T-Shirts mit Motiven des AfD-Landespolitikers Björn Höcke oder Proteinpräparate. Mit t-online sprechen wollte Kubitschek nicht.

Video | Wut auf der Straße: AfD-Politiker in Gießen verprügelt

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Quelle: t-online

AfD-Teilnehmer, die mit dem Auto anreisen wollten, kamen rund um Gießen oder bereits in weiterer Entfernung nicht weiter, so auch zunächst der designierte Vorsitzende der neuen Jugendorganisation Jean-Pascal Hohm, wie er der dpa bestätigte.

Die AfD-Chefs Tino Chrupalla und Alice Weidel, die bei der Veranstaltung Reden halten wollten und mit Begleitschutz anreisten, steckten nach AfD-Angaben zumindest zeitweise fest. Auch der thüringische AfD-Chef Höcke wurde unter Polizeischutz zum Messegelände gefahren.

Gegen 12 Uhr begann in der Messe Gießen der Einlass für die Kongressteilnehmer. Die Organisatoren der Veranstaltungen verkündeten, dass das Treffen in Kürze offiziell starten soll.

Weidel kritisierte in einem Grußwort die Proteste gegen das stattfindende Gründungstreffen scharf. „Das ist etwas, was zutiefst undemokratisch ist“, sagte Weidel am Samstagmittag. Sie sprach von einer „Gewaltbereitschaft, vor der man sich regelrecht fürchten muss“. Sie appellierte an die Demonstrierenden: „Rüstet ab.“ Mit den Polizeibeamten müsse „mit Herz und Respekt“ umgegangen werden.

Begleitet vom Einsatz von Wasserwerfern der Polizei, kommt es in Gießen seit dem Morgen zu massiven Protesten mit Blockaden gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation. Tausende Menschen fanden sich zu Demozügen ein, im Tagesverlauf wurden rund 50.000 Demonstranten aus ganz Deutschland erwartet. Sehr viele protestierten friedlich.

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