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Weiberfastnacht: Woher kommt der Brauch?

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Februar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Weiberfastnacht: Woher kommt der Brauch?
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Wenn die Möhnen toben, dann geht es Männern buchstäblich an den Kragen. Bei einem Symbol für männliche Macht wird kurzer Prozess gemacht.

Das Wichtigste im Überblick


Mit der Weiberfastnacht, Altweiberfastnacht oder dem Schmotzigen Donnerstag – am Donnerstag vor Rosenmontag – beginnt die heiße Phase des Straßenkarnevals in Deutschland. Jedes Jahr stürmen dann jecke Frauen in Köln und anderen Städten die Rathäuser und übernehmen symbolisch das Regiment.

Weiberfastnacht: Woher kommt der Brauch?

Der „Wieverfastelovend“, wie die Weiberfastnacht auf Kölsch heißt, geht in seiner Tradition bis ins Mittelalter zurück. In Nonnenklöstern sollen die Bewohnerinnen an einem Tag im Jahr eine Auszeit vom strengen Leben genommen haben. Bei Tage wurde dann an Weiberfastnacht „getanzt und gesprungen“ und in der Nacht, wenn die Äbtissin schlafen gegangen war, Karten gespielt.

Der Karnevalsbrauch des Krawattenabschneidens geht zurück auf das Jahr 1824. Damals schickte sich eine Gruppe von Frauen in Bonn-Beuel an, im damals männlich dominierten Karneval zumindest zeitweise die Regie zu übernehmen. Sie stürmten das Rathaus und schnitten den dort versammelten Herrschaften die Krawatten ab.

Karnevalsbräuche zur Weiberfastnacht

Ehefrauen verweigerten ihren Männern in der „verkehrten Welt“ des Karnevals für kurze Zeit den Gehorsam. Traditionell haben sie sich dafür als alte und hässliche Frauen verkleidet und in sogenannten Möhnenvereinen zusammengeschlossen. Heute kleiden sich die Möhnen – also die Frauen – in bunte Gewänder. Närrische Frauenvereinigungen bezeichnen sich auch als Damenkomitee.

Weiberfastnacht und Krawatten

Der Brauch, den Männern an Weiberfastnacht die Krawatten abzuschneiden, hat sich erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts in größeren Teilen der Gesellschaft eingebürgert. Die Krawatte gilt als typisches Symbol für männliche Macht.

Beispielsweise tragen Bürgermeister und Amtsträger fast immer einen Schlips. Es ist daher kein Zufall, dass die Frauen beim Weiberfasching massenhaft Krawatten abschneiden. Wenn Sie mehr über die Tradition erfahren wollen, dann klicken Sie hier.

Wann findet Weiberfastnacht statt?

Im Rheinland findet Weiberfastnacht immer am Donnerstag vor Aschermittwoch statt. Das ist der 52. Tag vor Ostersonntag. 2024 ist der Termin der 8. Februar. Dabei handelt es sich nicht um einen offiziellen Feiertag.

Wenn der Straßenkarneval tobt, dann ruht in vielen rheinischen Städten spätestens am Mittag die Arbeit. Denn um 11 Uhr 11 endet der Sitzungskarneval und das bunte Treiben auf der Straße beginnt.

Wieso heißt es „Schmotziger Donnerstag“?

Der „Schmotzige Donnerstag“ oder „Schmotzige Dunschtig“ ist einer der Höhepunkte der Fastnacht in einigen Regionen Deutschlands. Mit Dreck hat der Ausdruck, der überwiegend im schwäbisch-alemannischen Brauchtum für den Donnerstag vor dem Fastnachtsmontag verwendet wird, allerdings nichts zu tun.

Er stammt vom alemannischen Wort für Fett oder Schmalz („Schmotz“). Früher galt es, rechtzeitig vor Beginn des Fastens die Eiervorräte aufzubrauchen. Die Menschen bereiteten daher Schmalzgebackenes wie Küchle, Krapfen, Waffeln oder Pfannkuchen zu – und es wurde kräftig zugelangt.

Das Wort „Schmotz“ kann aber auch Kuss bedeuten. Daneben ist der „Schmotzige“ vor allem der Tag der traditionellen Straßenfastnacht, die besonders in kleineren Städten und Gemeinden gefeiert wird. Vielerorts werden bunt geschmückte Narrenbäume aufgestellt und Rathäuser gestürmt. Die Bürgermeister müssen dann bis Aschermittwoch abdanken und den Narren das Zepter überlassen.

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