Newsblog zur WM 2026
Wehrdienst: Spott für Südkoreas Kapitän Son
Aktualisiert am 17.06.2026 – 00:05 UhrLesedauer: 6 Min.
Die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada hat begonnen. Alle wichtigen News rund um das Turnier erfahren Sie hier.
Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft, das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen über fünfeinhalb Wochen um den Titel.
Die drei Gastgeber sind mittlerweile allesamt ins Turnier gestartet. Während Mexiko (2:0 gegen Südafrika) und die USA (4:1 gegen Paraguay) Siege feierten, spielte Kanada unentschieden (1:1 gegen Bosnien und Herzegowina). Das DFB-Team stieg am Sonntagabend gegen Curaçao ins Turnier ein – und gewann glatt mit 7:1. Mit dem Newsblog von t-online verpassen Sie keine wichtige Nachricht rund um die WM 2026.
Wehrdienst: Spott für Südkoreas Kapitän Son
Die Nationalspieler von WM-Teilnehmer Südkorea haben mit einem Medienboykott auf Spott über Kapitän Heung-Min Son reagiert. Wie mehrere Medien, darunter das us-amerikanische Sportmagazin The Athletic, berichten, weigert sich das Team, mit südkoreanischen Journalisten zu sprechen. Einzig die offiziellen Fifa-Medientermine werden durchgeführt. Auslöser des Streits war, dass sich Journalisten über die Militärdienst-Befreiung von Son lustig gemacht hatten.
Der Starspieler war 2018 nach dem Goldmedaillen-Gewinn bei den Asienspielen von der Pflicht befreit worden und hatte stattdessen nur eine dreiwöchige Grundausbildung absolvieren müssen. In Südkorea gilt für alle körperlich fähigen Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren eigentlich eine strikte Wehrpflicht von bis zu zwei Jahren, da sich das Land formal im Kriegszustand mit Nordkorea befindet.
Während einer Trainingseinheit vor der Weltmeisterschaft (7. Juni) hatte ein südkoreanischer Fernsehsender ein Gespräch zwischen zwei Reportern aufgefangen, in dem abfällige Bemerkungen über Sons Sonderregelung fielen. Die Aufnahme wurde im Fernsehen ungeschnitten ausgestrahlt und löste Empörung aus.
Als Reaktion verweigerte der ehemalige Bundesligaprofi nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Tschechien Medieninterviews. Der koreanische Fußballverband (KFA) kritisierte die „unangemessenen Äußerungen“ und sprach von einem „großem Schock und Enttäuschung“ in der Mannschaft.
Einreiseverbot: Ghana-Profi verpasst Auftaktspiel
Ghanas Fußballer Thomas Partey hat vor Gericht eine Niederlage erlitten und darf nicht auf den letzten Drücker zum WM-Auftaktspiel seines Teams nach Kanada einreisen. Das kanadische Bundesgericht in Ottawa hat den Einspruch gegen die zuvor erteilte Einreiseverweigerung für den 33-jährigen Profi vom FC Villareal abgewiesen. Damit kann Partey beim ersten Gruppenspiel von Ghana gegen Panama am Donnerstag (01.00 Uhr) in Toronto nicht dabei sein.
