Trauer um Kult-Kabarettisten

WDR ändert Programm – Reiseformat wird gestrichen


29.07.2026 – 15:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Kabarettist Konrad Beikircher (Archivfoto): Er wurde 80 Jahre alt. (Quelle: Christoph Hardt/imago)

Wegen einer traurigen Nachricht ändert der WDR kurzfristig sein TV-Programm – was dafür entfällt.

Der WDR reagiert auf den Tod des beliebten Kabarettisten Konrad Beikircher mit einer kurzfristigen Programmänderung am Mittwoch (29. Juli). Der Sender wird im Anschluss an „WDR aktuell“ um 22.15 Uhr die einstündige Sendung „Konrad Johann Aloysia Beikircher – Fast ein Selbstportrait“ zeigen.

Ursprünglich war für diesen Sendeplatz die Reisereportage „Travel like a local“ vorgesehen, in der Reporterin Alexandra Kosma eine 45-minütige Reise durch Griechenland unternimmt – von der Altstadt Thessalonikis über den Olymp bis zu den Stränden von Chalkidiki. Diese Sendung entfällt nun zugunsten des Beikircher-Porträts.

Konrad Beikircher ist tot: WDR und WDR 5 ändern Programm

Auch im Hörfunkprogramm von WDR 5 sind aufgrund des Tods von Beikircher Änderungen geplant: Bereits am heutigen Mittwochabend läuft von 21.03 bis 22 Uhr die Hommage „Konrad Beikircher – Der rheinische Zauberer“ von Michael Lohse.

Am Samstag (1. August) folgt zudem von 15.03 bis 17 Uhr die Ausstrahlung von Beikirchers letztem Soloprogramm „Arrivederci“, das am 8. Mai im Düsseldorfer Kommödchen aufgezeichnet wurde. Alle weiteren geplanten Veranstaltungen des Soloprogramms werden abgesagt.

Ingmar Cario, kommissarischer WDR-Programmdirektor für Information, Fiktion und Unterhaltung, würdigte den verstorbenen Beikircher. Er sagt: „Niemand beobachtete den ‚Rheinländer an sich‘ so genau, persiflierte ihn so liebevoll wie er. Niemand blickte so tief in die rheinische Seele.“

Trauer um Konrad Beikircher in Medienwelt und Politik

Cario erinnerte zudem an die zahlreichen Formate, die Beikircher über die Jahre für den WDR geprägt hatte: als Gastgeber der „Unterhaltung am Wochenende“ und des „Westzeit U-Punkt“ im Hörfunk, als Mitglied im Rateteam von Harald Schmidts „Pssst…“ sowie als Gast bei den „Mitternachtsspitzen“. Vor allem aber seien es seine Soloprogramme im Hörfunk und im WDR-Fernsehen gewesen, die dem Publikum über Jahre programmliche Highlights beschert hätten.

Neben zahlreichen Beileidsbekundungen aus der Medienwelt haben sich am Mittwoch auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) zum Tod des beliebten Wahl-Rheinländers geäußert.

Wüst würdigte Beikircher als „besonders humorvollen und heimatverbundenen Träger des Landesverdienstordens“, Burmester nannte den Kabarettisten „einen der bedeutendsten Sprachkünstler und einen außergewöhnlichsten Beobachter“ des Rheinlands.

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